Im Stadion von Dynamo Dresden sollen gegen den MSV Duisburg auch 300 Flüchtlinge Platz finden. Foto: dpa-Zentralbild

Dynamo Dresden sorgt mit einer besonderen Ankündigung für große Aufmerksamkeit. Zum Heimspiel gegen den MSV Duisburg will der Drittligist 300 Flüchtlinge ins Stadion einladen.

Dresden - Das ist eine bisher einzigartige Aktion, die schon wenige Stunden nach des Bekanntwerdens für große Aufmerksamkeit sorgte. Zum Drittliga-Heimspiel von Dynamo Dresden gegen den MSV Duisburg wollen die Sachsen am Sonntag 300 Flüchtlinge ins Stadion einladen.

Zwar lädt Dynamo schon seit 2012 immer wieder Flüchtlinge ins Stadion, noch nie waren es aber 300 auf einmal - und sicher noch nie zu so einem politisch interessanten Moment, nachdem in den letzten Tagen und Wochen tausende Flüchtlinge bei Schiffsunglücken ums Leben gekommen sind.

Dresdens Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) erklärte: „Ich freue mich sehr über die Initiative des Dresdner Mannschaftsspitzensports. Die Sportvereine unterstreichen mit ihrem Engagement, dass Dresden eine weltoffene Stadt ist. Viele Flüchtlinge, die in Dresden ankommen, wurden gezwungen, ihr gesamtes Leben zurücklassen. Sie haben Angehörige und Freunde verloren und müssen traumatische Erlebnisse verarbeiten. Über den Sport können wir diese Menschen an unserer Gemeinschaft teilhaben lassen – sei es durch einen gemeinsamen Stadionbesuch oder durch Sportveranstaltungen, bei denen Flüchtlinge und Dresdnerinnen und Dresdner einander begegnen.“

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