Das Dreiecksplätzle befindet sich unweit der Stadtbahnhaltestelle Kaltental an der Ecke Böblinger Straße/Burgstraße. Foto: Alexandra Kratz

Der Bezirksbeirat Süd sammelt noch bis Ende Mai Ideen, wie das neue Dreiecksplätzle in Stuttgart-Kaltental heißen könnte.

Kaltental - Die drei Zierkirschen blühen, die Bänke stehen. Die Blumen und Stauden fehlen allerdings noch. Der Boden besteht lediglich aus brauner Erde. Was ebenfalls noch fehlt, ist ein Name für das neu gestaltete Dreiecksplätzle. Bereits im Sommer 2015 hatten der Bezirksvorsteher des Stuttgarter Südens, Raiko Grieb, und der Vorsitzende der Bürgerinitiative (BI) Kaltental, Hans-Dieter-Meißner, die Kaltentaler dazu aufgerufen, Ideen einzureichen. Nicht alle Menschen im Stadtteil befürworteten die Verschönerung der Fläche. Und so kamen beim Bezirksbeirat auch Vorschläge an, die dieser von vornherein ausschloss.

Bezirksbeirat kürt seinen Favoriten

Manch einer machte sich aber ernsthaft Gedanken. Diese reichen von Burgplatz über den Kronenplatz bis hin zum Nesenbachplatz. Zudem schlugen die Kaltentaler auch verschiedene Persönlichkeiten als Namenspaten vor, von der jüdischen Malerin Käthe Loewenthal bis zu dem ehemaligen Vorsitzenden der BI Kaltental, Heinz Schwollius (wir berichteten). Bis Ende Mai können die Kaltentaler ihre Ideen noch einreichen. Darüber informiert Grieb auf einem neuen Aushang im Schaukasten an der Ecke Böblinger Straße/Burgstraße. Der Bezirksbeirat will erst in seiner Sitzung in Kaltental am 12. Juli sich auf einen Favoriten festlegen. Die Entscheidung fällt schlussendlich der Gemeinderat.

Bei der Namensgebung gilt es, bestimmte Kriterien zu berücksichtigen. Ein Name kann sich auf eine Flurbezeichnung oder die Ortsgeschichte beziehen oder aber auf eine Persönlichkeit, die dem Ort verbunden war. Außerdem darf jeder Name nur einmal in der Stadt vorkommen.

Die Kaltentaler haben zudem den Wunsch geäußert, dass die Stromkästen noch bunt werden. „Kinder könnten diese bemalen“, sagt Grieb. Er werde diesen Vorschlag gern an die Verwaltung weitergeben.

Auftakt für eine Stadtteilsanierung

Für den Bezirksvorsteher ist das Dreiecks­plätzle nach wie vor der Auftakt für eine mögliche Stadtteilsanierung. Er habe das Thema zuletzt bewusst noch einmal auf die Tagesordnung des Bezirksbeirats gesetzt. „Das besondere an Kaltental im Gegensatz zu anderen Stadtteilen ist, dass die Menschen vor Ort das Sanierungsprogramm wollen. Das ist kein Hirngespinst der Verwaltung“, sagt Grieb und ergänzt: „Auch die Bürgerinitiative und die Verwaltung ziehen an einem Strang.“

Wer einen Namensvorschlag hat, sendet ihn an Bezirksvorsteher Raiko Grieb, Rathaus am Marktplatz 1, 70173 Stuttgart, oder per Mail an raiko.grieb@stuttgart.de.