Wolfram Koch powert sich gern aus. Foto: dpa

Man kennt ihn als „Tatort“-Kommissar Brix, aber Wolfram Koch ist auch im Theater ein Großer. Am 28. Januar gastiert er mit dem Stück „Ich bins deine Mutter“ von Einar Schleef in Stuttgart im Kammertheater.

Herr Koch, der Soloabend „Ich bins deine Mutter“ verwebt fünf autobiografisch gefärbte Episoden aus Einar Schleefs Erzählungen „Die Bande“. Sie sind ­allein auf der Bühne, aber wer tritt alles auf?
Ich bin allein auf der Bühne – mit einem schweigenden goldenen Denkmalsockel. Und es treten auf: Gertrud, Schleefs Mutter. Elly, Freundin der Mutter. Ein Mann, der seiner Frau/Freundin erlaubt, mit fremden Männern zu schlafen, während er auf der Straße warten muss. Schleefs Zeichenlehrer, seine Frau, Schleef selber. Und ein Mann, der mit Familie in einem Haus lebt, es renoviert und zweimal anzündet. Aus Schleefs Erzählungen haben der Regisseur Jakob Fedler und ich eine Fassung gebastelt. Dabei versuchen wir ein wenig, die Schädeldecke von Schleef anzuheben.
Was fasziniert Sie an Schleef?
O, eine Menge. Seine Bilder, Fotografien, Inszenierungen und Texte. Ein allumfassender Künstler. Hatte nur einmal das Glück, ihn kennenzulernen. Wir haben uns paar Stunden über Horrorfilme unterhalten. Auch da kannte er sich aus.
Sie powern sich auf der Bühne aus. Wie erleben Sie das im Vergleich zu Ihrer Arbeit als „Tatort“-Kommissar?
Beides macht Spaß. Das Auspowern live vor Zuschauern ist mir lieber.
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