Diesem Entwurf für das künftige Dorotheenquartier soll der Gemeinderat noch vor der Sommerpause zustimmen Foto: dpa

Am Karlsplatz investiert das Unternehmen Breuninger in ein neues Stück Stuttgart. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mittendrin“ bieten die Stuttgarter Nachrichten Leserinnen und Lesern die Möglichkeit, sich über die Pläne für die Innenstadt zu informieren.

Stuttgart - Am Karlsplatz investiert das Unternehmen Breuninger in ein neues Stück Stuttgart – das Dorotheenquartier. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mittendrin“ bieten die Stuttgarter Nachrichten Leserinnen und Lesern die Möglichkeit, sich über die Pläne für die Innenstadt zu informieren.

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Das Areal zwischen Karlsplatz, dem alten Innenministerium und der Hauptstätter Straße verbreitet in der Landeshauptstadt bestenfalls den Charme eines Hinterhofs. Das Unternehmen Breuninger will rund 200 Millionen Euro investieren, „um dort ein lebendiges, urbanes Quartier mit Einzelhandel, Gastronomie, Büros und Wohnungen zu schaffen“, sagt Willy Oergel. Sein Vorgänger als Vorsitzender der Unternehmensleitung, Willem G. van Agtmael, hatte im Mai 2007 mit einer Skizze des niederländischen Stararchitekten Ben van Berkel überrascht und den 1. September 2012 als ehrgeizigen Eröffnungstermin für ein Quartier ins Auge gefasst, das damals noch „Da Vinci“ heißen sollte.

Der Entwurf war dem Gemeinderat und der Verwaltung jedoch zu wuchtig. Das Stuttgarter Architekturbüro Behnisch gewann einen Architektenwettbewerb, doch die Kritik an den Ausmaßen und an der Dachlandschaft verstummte nicht. Zudem drängte eine Initiative erfolgreich auf den Erhalt des ehemaligen Hotels Silber als Gedenkstätte an die Schreckenszeit des Nationalsozialismus. Dort war die Zentrale der Geheimen Staatspolizei, dort waren Menschen gefoltert und von dort aus oft in Konzentrationslager verfrachtet worden.

Noch vor der Sommerpause soll der Bebauungsplan verabschiedet werden

Architekt Stefan Behnisch überarbeitete seinen Entwurf. Nach sechs Jahren der Diskussionen und der Planung soll der Gemeinderat nun noch vor der Sommerpause den Bebauungsplan für das Dorotheenquartier verabschieden, sagt Baubürgermeister Matthias Hahn. Danach könnte Breuninger zügig mit dem Bau beginnen.

Das Unternehmen kommt heute auf rund 35 000 Quadratmeter Handelsfläche und würde kräftig wachsen: 13 100 Quadratmeter sind auf drei Neubauten verteilt für Handel und Gastronomie vorgesehen. Zudem rund 26 000 Quadratmeter für Büros und 3000 Quadratmeter für Wohnungen. Das alte Innenministerium am Karlsplatz, wird abgerissen, um den Neubauten Platz zu machen. Das zeigt die Dimension des Vorhabens, das Ende 2016 fertig sein könnte.

Das Gesicht der Stuttgarter Innenstadt wird sich verändern. Das bietet viel Stoff für Diskussionen auch für unsere Leser bei „Mittendrin – das Dorotheenquartier“.

„Das Dorotheenquartier“: Wir bieten Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, in unserer Veranstaltungsreihe „Mittendrin“ am Sonntag, 21. Juli, einen Nachmittag in der Breuninger Karlspassage, Eingang Marktstraße, 70173 Stuttgart (Beginn: 16 Uhr). Dort werden sich Baubürgermeister Matthias Hahn, Breuninger-Chef Willy Oergel, Architekt Stefan Behnisch und Thomas Schnabel, Leiter des Hauses der Geschichte, den Fragen unserer Leser und von StN-Lokalchef Jörg  Hamann stellen. Das Haus Breuninger lädt nach der Diskussion alle Besucher zu Kaffee und Kuchen ein und wird für diese Veranstaltung das Breuninger-Parkhaus öffnen. Sie können dabei sein! Da der Einlass nur mit Einladungskarte möglich ist, melden Sie sich bitte mit dem Anmeldecoupon an.
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