Der Minister Peter Hauk ist zum Richtfest des Dorfgemeinschaftshauses angereist – mit einem Zuschuss im Gepäck. Foto: /Frank Eppler

Zur Feier am neuen Kleinheppacher Dorfgemeinschaftshaus ist auch Peter Hauk angereist – samt Fördermittelzusage und Lob für die vielfältige Nutzung

Neubau - Der Stil der Fassade des abgerissenen Alten Rathauses fließt als Dachgaube in die Gestaltung des Neubaus im Kleinheppacher Ortszentrum mit ein. Dort, bei Kirche und Backhaus, ist jetzt das Richtfest für das neue Dorfgemeinschaftshaus gefeiert worden. Und jene Diskussionen um die Gestaltung, die vor drei Jahren zu Debatten im Korber Teilort und zu einer Unterschriftensammlung größeren Ausmaßes geführt hatten, seien inzwischen komplett ausgestanden, sagte der Korber Bürgermeister Jochen Müller. Zusammen mit dem Investor Kreisbau investiert die Kommune insgesamt 6,5 Millionen Euro in das Projekt.

Neues Domizil für das Steinzeitmuseum

Auch das Land steuert einen Obolus zu dem funktionalen Neubau für die Dorfgemeinschaft bei, in dem neben dem Büro des Ortsvorstehers und Flächen für Vereine auch das alteingesessene Steinzeitmuseum Kleinheppach sein neues Domizil finden wird. Dieses beherbergt laut der Einschätzung der Kommune eine der bedeutendsten Privatsammlungen steinzeitlicher Funde in Baden-Württemberg.

Die besondere Form der vielfältigen Nutzung für die Allgemeinheit sei dem Land Baden-Württemberg allemal Mittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) in Höhe von 400 000 Euro wert, sagte der Minister für den ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk (CDU), der trotz krisenhafter Zeiten am Dienstag zum Richtfest nach Kleinheppach angereist war.

In dem Neubau werden die Besucher in die Vor- und Frühgeschichte abtauchen und von der Altsteinzeit über die Römerzeit bis ins Mittelalter reisen können. Auch Gräberfunde, Versteinerungen, Kristalle und Gesteine sowie eine umfangreiche volkskundliche Sammlung werden gezeigt. Darüber hinaus eröffnet im Erdgeschoss des großflächigen Neubaus noch eine – lang ersehnte – Arztpraxis für Allgemeinmedizin, für die die Kommune auch schon eine Ärztin gefunden hat. Diese soll künftig für eine deutliche Aufwertung der Infrastruktur in dem kleinen Korber Teilort sorgen.

Wohnungen für Singles und Familien

Zehn großzügig geschnittenen, barrierefreien Eigentumswohnungen bieten überdies in den oberen Etagen sowohl Singles und Senioren als auch Paaren und Familien Raum für unterschiedliche Lebensphasen und Lebenskonzepte. Der Wohnungsmix, so betonte der Kreisbauchef Dirk Braune, reiche vom praktischen Ein-Zimmer-Appartement mit rund 35 Quadratmetern Wohnfläche bis hin zur knapp 120 Quadratmeter großen Familienwohnung mit vier Zimmern. Er rechnet damit, dass das Kleinheppach Dorfhaus Ende dieses Jahres fertig wird.

Dann soll auch, so betonten die Beteiligten bei dem angesichts der Corona-Beschränkungen im kleinsten Kreise und mit den nötigen Abständen zwischen den Akteuren begangenen Richtfest, eine Feier samt einem Tag der offenen Tür im großzügigen und zentral gelegenen Neubau für alle folgen. Die Menschen müssten ihr Gemeinschaftshaus kennenlernen und sich mit ihm anfreunden, betonte Müller beim Rundgang mit dem Landesminister.

Auch einen Richtspruch hatte Michael Kögel von der Firma Krämerbau für das Dorfhaus parat – auf den obligatorischen Schluck Wein wurde aber verzichtet.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: