Nach der Sicherung der Spuren am Tatort in Riedenberg wertet eine Ermittlungsgruppe die Ergebnisse aus Foto: 7aktuell.de/Eyb

Eigentlich sollte ein Richter an diesem Montag einen Haftbefehl erlassen – aber der Gesundheitszustand des Beschuldigten lässt dies noch nicht zu. Ein 52-jähriger Familienvater soll Sohn, Frau und Hund umgebracht haben.

Stuttgart - Der 52-jährige Familienvater aus Riedenberg, der am Sonntag seinen Sohn und seine Ehefrau getötet haben soll, ist noch nicht dem Haftrichter vorgeführt worden. „Das lässt sein Gesundheitszustand nicht zu“, sagte Polizeisprecher Stephan Widmann am Montag. Nach einem versuchten Suizid sei er noch immer stationär im Krankenhaus und bisher nicht vernehmungsfähig. Die Ermittlungsbeamten haben ihn deshalb auch zu Motiv und Tathergang nicht befragen können. Die Frage nach dem Warum bleibt somit vorerst Spekulation. Die Kripo hat zur Abarbeitung der Spuren die Ermittlungsgruppe Ried eingerichtet.

Am Montag wurden die Leichen der 43-jährigen Ehefrau und des 16-jährigen Sohnes von einem Gerichtsmediziner obduziert. Über die Ergebnisse gab die Kripo nichts bekannt. Im Umfeld heißt es, dass die Familienangehörigen durch Stichverletzungen zu Tode gekommen sein sollen. Auch der Hund der Familie wurde getötet. Die Bluttat selbst wurde im Umfeld nicht bemerkt. Der 52-Jährige hatte selbst die Polizei verständigt. In der Nachbarschaft wird vermutet, dass eine schwere Erkrankung der Frau bei dem Familiendrama eine Rolle gespielt haben könnte.

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