Von dem Reiheneckhaus sind nur noch Trümmer übrig. Foto: SDMG

Das Unglück bringt in vielen Bürgern das Beste zum Vorschein, wie die betroffenen Anwohner in einem offenen Brief an die Rettungskräfte und Helfer bestätigen.

Donzdorf - Feuerwehrleute, Sanitäter, Handwerker, Narrenzünfte und ganz normale Bürger – bei der Gasexplosion, die am vergangenen Sonntag ein Haus in Donzdorf zerstörte und viele Nachbargebäude beschädigte, hat sich gezeigt, wie groß der Zusammenhalt auch heute noch in manchen Orten ist. Das ist nicht zuletzt daran erkennbar, dass einige Anwohner, deren Häuser zum Teil stark beschädigt wurden, sich jetzt zusammengetan und einen Dankesbrief an den Rettungskräfte und die Helfer geschrieben haben. Die Folgen des Unglücks, das am Rande, sind enorm, die Bewohnerin des Hauses erlitt schwere Verletzungen, die Polizei spricht von einem Schaden in Millionenhöhe.

„Rettungskräfte haben vorbildlich gearbeitet.“

Der Einsatz der Rettungskräfte, der vielen Feuerwehren, der Polizei, des Roten Kreuzes und des Technischen Hilfswerks, sei vorbildlich gewesen, schreiben die Bürger. „Sie hatten zu jeder Zeit alles unter Kontrolle und waren uns eine große Stütze“. Auch aus der weiteren Nachbarschaft hätten sie viel Anteilnahme, Hilfe und Unterstützung erfahren, ebenso von der Stadt, berichten die Schreiber weiter. So hatten Nachbarn einem Mann, dessen Haus seit der Explosion einsturzgefährdet ist, eine Einliegerwohnung wenige Häuser weiter freigemacht.

Dank an Ersthelfer und Handwerker

Dankbar seien sie auch den Ersthelfern, die sich um ihre schwer verletzte Nachbarin gekümmert hätten, bevor ein Rettungshubschrauber sie in ein Krankenhaus gebracht habe, heißt es in dem Brief weiter. Besonders froh sind die Bürger auch über die vielen Handwerker, die zum Teil bereits am Sonntag am Unglücksort eintrafen. Sie deckten beschädigte Dächer mit Planen ab und verschlossen kaputte Fenster notdürftig mit Spanplatten, um weitere Schäden, etwa durch Feuchtigkeit und Kälte, zu verhindern. Auch am Montag und den Folgetagen waren in der Nachbarschaft dutzende Handwerker zu Gange.

Die Anwohner wissen auch die Anteilnahme der Donzdorfer Narrenzünfte zu schätzen. Diese hatten an dem Sonntag eigentlich ihren Narrensprung und eine anschließende Party geplant, die Veranstaltung wegen des Unglücks aber abgesagt. Statt zu feiern, verköstigten sie die Rettungskräfte mit Grillwürsten, die eigentlich für die Party vorgesehen waren. Auch an sie gehe ein „dickes Dankeschön“, schreiben die Betroffenen.

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