Der Landrat hatte prüfen lassen, ob die Geldscheine gestohlen oder gefälscht sind. (Symbolbild) Foto: dpa-Zentralbild

Finanzspritze der anderen Art: Ein unbekannter Spender hat im bayerischen Donauwörth dem Landrat 55 000 Euro in den Briefkasten gesteckt. Jetzt kommt das Geld einem guten Zweck zugute.

Donauwörth - Ein Unbekannter hat dem Donauwörther Landrat Stefan Rößle (CSU) mehr als 55 000 Euro in den Briefkasten geworfen. Das Geld soll zum Bau einer Schule in Afrika verwendet werden. Der Umschlag mit der Summe sei Anfang April im Briefkasten des Privathauses von Rößle gewesen, sagte Gabriele Hoidn, Sprecherin des Landkreises Donau-Ries, am Mittwoch. Zuvor hatten mehrere Medien über die anonyme Geldspende berichtet.

Nicht gestohlen oder gefälscht

Laut Hoidn hat der Landrat das Geld zunächst von der Polizei untersuchen lassen. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass die Scheine aus einer Straftat stammen. Zudem sei es auch kein Falschgeld. Der Spender hatte den Betrag offenbar persönlich eingeworfen, der Umschlag wurde nicht mit der Post verschickt. Es sei inzwischen entschieden worden, dass das Geld einem Projekt in Liberia zum Bau neuer Klassenzimmer zur Verfügung gestellt wird. Der Geldgeber hatte eine Karte beigefügt, aus der sich der Verwendungszweck ergibt.

In der Vergangenheit wurden immer wieder große Bargeldsummen als anonyme Geldspenden gefunden. So hatte beispielsweise an Pfingsten 2018 ein Unbekannter ein Päckchen mit rund 160 000 Euro auf den Altar einer Kirche im niederbayerischen Saal an der Donau (Landkreis Kelheim) gelegt. Auch dieses Geld kam Afrikaprojekten zugute.

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