Die Umstände der freizügigen Partys in Paris, Washington oder Lille sollen nun geklärt werden. Foto: dpa

Wusste der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, nicht, dass er bei freizügigen Partys in Paris, Washington oder Lille mit Prostituierten gefeiert hat? Diese Frage will ein Gericht jetzt klären.

Lille - Der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, muss sich heute mit 13 weiteren Angeklagten wegen organisierter Zuhälterei verantworten.

Ein Gericht im nordfranzösischen Lille will die Umstände von freizügigen Partys in Paris, Washington oder Lille klären. Die beteiligten Frauen waren bezahlte Prostituierte. Das wäre in Frankreich Zuhälterei.

Der 65-jährige Strauss-Kahn will allerdings von Bezahlung nichts gewusst haben. Dann müsste er straffrei bleiben. Mit Strauss-Kahn müssen sich Bordell- wie Hotelbesitzer verantworten, auch drei Manager des Luxushotels "Carlton" in Lille, dem die Affäre ihren Namen zu verdanken hat.

2011 stand Strauss-Kahn zudem im Zentrum einer Affäre um Vergewaltigungsvorwürfe einer New Yorker Hotelangestellten. Der Finanzmanager verlor seinen Chef-Posten beim IWF, mit der Angestellten einigte er sich außergerichtlich.

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