Das Ersatzfahrzeug des Landes steht hinten und davor der gespendete E-Smart. Foto:  

Im Juni 2016 wurde das Gebäude der DLRG Hofen überschwemmt. Beschädigt wurden dabei auch einige Einsatzfahrzeuge. Nun hat der Verein erstmals zwei Ersatzautos bekommen.

Hofen - Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) hat noch immer mit den Auswirkungen der Überschwemmung vom Juni 2016 zu kämpfen. Noch immer ist die Fahrzeugflotte nicht vollständig. Auch ist noch unklar, was mit dem Gebäude in Hofen passiert.

Jetzt hat die DLRG die ersten beiden Fahrzeuge seit dem Hochwasser ersetzt bekommen. „Wir haben einen von 45 eSmarts gewonnen, die Daimler gespendet und durch eine fachkundige Jury der Stuttgarter Bürgerstiftung an Non-Profit-Organisationen vergeben hat“, berichtet Thomas Ruhland, Einsatzleiter der DLRG Landesverband Württemberg vom Bezirk Stuttgart. „Der Antrag der DLRG, das Elektrofahrzeug für die Ausbilder im Bereich Anfänger- und Rettungsschwimmen zu nutzen, ist auf große Zustimmung gestoßen.“ Der Mangel an qualifizierten Aufsichtskräften in den Freibädern sei der DLRG ein starkes Anliegen. Ihr Ziel sei es, gute Schwimmer zu Rettungsschwimmern auszubilden, um so ein sicheres Badevergnügen zu ermöglichen. „Wir freuen uns riesig über diese großartige Unterstützung und Wertschätzung unserer ehrenamtlichen Arbeit“ sagte der neue DLRG-Vorsitzende Antonio Cipriano.

Erstmals gebrauchtes Fahrzeug gekauft

Parallel dazu hat die DLRG die erste Ersatzbeschaffung erhalten. „Das Land Baden-Württemberg fördert ein 20 Jahre altes Rettungsfahrzeug, das aus Bayern angekauft und jetzt in Stuttgart seinen Dienst im Wasserrettungsdienst tun wird“, so Ruhland. Es sei das erste Mal in Baden-Württemberg, dass gebrauchte Fahrzeuge angekauft werden, aber die begrenzten Landesfördermittel und der immense Förderstau erfordern neue Lösungen. Im Rettungsbereich sei das Thema Umweltschutz noch nicht präsent, so Ruhland. Wichtig sei, dass wenn Menschen in Not sind, die richtige Hilfe komme – egal in welcher Diesel-Schadstoffklasse. „Wir sind froh, dass nach über zwei Jahren seit der Überschwemmung, der Fahrzeugbestand aufgestockt werden konnte“ so Ruhland. „Aktuell fehlen noch zwei Krankenwagen und ein Transport-Lastwagen, um die volle Einsatzkraft der DLRG im Katastrophenschutz wieder ersetzt zu haben“, erklärt der Einsatzleiter. Insgesamt hat die DLRG 14 Fahrzeuge, aktuell fehlen drei, das heißt, die Flotte zählt derzeit elf Autos.

Was das Gebäude der DLRG betrifft, so berichtet Ruhland, dass die Gespräche mit der Versicherung zum Wiederaufbau des überschwemmten und zerstörten DLRG Rettungszentrums weitergehen. „Ich wünsche mir ganz fest, dass noch in 2018 ein Abschluss möglich ist. Für die Einsatzkräfte und mich persönlich sind die vorhandenen Provisorien unerträglich“, so Ruhland.

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