Die Einsatzkräfte erhalten eine höhere Entschädigung für ihre Einsätze. Zudem hat der Gemeinderat eine Drehleiter genehmigt.
Die Freiwillige Feuerwehr von Ditzingen hat eine vergleichsweise unruhige Silvesternacht erlebt. Nach Mitternacht musste sie Innerhalb von einer Stunde viermal wegen gemeldeter Brände ausrücken. Den aufwendigsten Einsatz hatte die Wehr in Höfingen. Die Ditzinger waren mit ihrer Drehleiter im Rahmen der Überlandhilfe hinzugezogen worden. Ein Feuer in einer Mülltonne hatte auf Haus, Balkon und Garage übergegriffen.
Zeitgleich zum Brandeinsatz in der Nachbarstadt löschten Einsatzkräfte in der Ditzinger Stegstraße mehrere brennende Feuerwerkskörper an einer Mülltonne. Kurz zuvor war die Hirschlander Abteilung ebenfalls wegen brennender Feuerwerkskörper gerufen worden. Als Fehlalarm erwies sich gegen 0.30 Uhr ein Alarm in der Trumpfstraße. Unklar blieb auch, die Auslösung eines Alarms im Engelbergtunnel am Nachmittag des 1. Januar. Die Tunnelröhren blieben zur Überprüfung gesperrt, auf der A 8 und der A 81 bildeten sich laut dem Wehrsprecher Andreas Häcker kilometerlange Staus.
Es hätte nicht all diese neuerlichen Einsätze gebraucht, um den Gemeinderat von der Notwendigkeit etwa einer neuen Drehleiter oder der höheren Aufwandsentschädigung für ihre Einsatzkräfte zu überzeugen. Die Feuerwehr mit ihrem langjährigen Kommandanten Peter Gsandner an der Spitze genießt hohe Wertschätzung bei den Räten. Noch im alten Jahr hatte der Gemeinderat für den Kauf einer neuen Drehleiter votiert sowie beschlossen, dass die Einsatzkräfte seit diesem Jahr 20 Euro für jede volle Stunde erhalten sollen, also sechs Euro mehr als bisher.
Pläne für ein neues Feuerwehrhaus sollen gemacht werden
Im kreisweiten Vergleich schafft Ditzingen damit kein Novum, steht aber – zusammen mit Hemmingen – an der Spitze. Auch Hemmingen bezahlt seinen Wehrleuten 20 Euro. Letztmalig war die Entschädigung für die Ditzinger Wehr 2017 erhöht worden, aber nur in einzelnen Positionen.
Ebenfalls noch im alten Jahr auf den Weg gebracht wurden die Planungen für ein neues Feuerwehrhaus im Teilort Heimerdingen. Die Aufstellung eines Bebauungsplans wurde beschlossen, der die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür schafft. Vorgesehen ist ein Feuerwehrgerätehaus, in dem auch die Jugendfeuerwehr und der Heimerdinger Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ein neues Domizil bekommen soll. Das Gebäude wird am südlichen Ortsrand von Heimerdingen errichtet. Begrenzt wird die Baufläche auch durch Feldwege und Ackerflächen, die im Flächennutzungsplan als geplante Wohnbaufläche ausgewiesen sind sowie durch einen Lebensmittelmarkt.