Eltern müssen tiefer in die Tasche greifen, wenn ihre Kinder in der Kindertagesstätte oder in der Schule zu Mittag essen.
Ein gesundes, ausgewogenes Mittagessen stärkt die Kinder in einem Hort beziehungsweise in einer Ganztagsschule – zumal wenn es in der Gemeinschaft erfolgt. Dessen sind sich die Stadträte wohl bewusst. Doch obwohl die Ditzinger Kommunalpolitiker grundsätzlich für ein ebenso günstiges wie gesundes Essen plädierten, haben sie sich jetzt dem Verwaltungsvorschlag angeschlossen – und die Gebühren erhöht. Die höheren Preise gelten seit diesem Monat, also vom neuen Schuljahr an.
Hauswirtschaftliche Leistungen werden künftig einberechnet
Mit dem neuen Schuljahr werden die hauswirtschaftlichen Leistungen mit zusätzlich 50 Cent pro Essen berücksichtigt – zusätzlich zu den Kosten für das Essen. Die Verpflegungsgebühr für das Mittagessen in der Kita im Rahmen der Verlängerten Öffnungszeiten (VÖ) wurde auf einheitlich 2,90 Euro je Essen festgesetzt. Die Gebühr für das Mittagessen in der Kita im Rahmen der Ganztagsbetreuung beträgt einheitlich 4,40 Euro je Essen – inklusive Frühstück beziehungsweise Snack. Die Verpflegungsgebühr für das Mittagessen an den Schulen beträgt mit dem neuen Schuljahr 3,90 Euro je Essen.
Die Verpflegung in Kitas und Schulen ist ein wesentlicher Bestandteil der ganztägigen Betreuung: In Ditzingen ist das Mittagessen Bestandteil aller Betreuungsangebote mit einer täglichen Betreuungszeit von mehr als sechs Stunden – sowohl in Kitas als auch in den Schulen. In die Kosten sind der Warenwert der Mahlzeiten, hauswirtschaftliche Leistungen, Transport und Logistik, Energie und Raumnutzung, der Hausmeisterservice, Entsorgung und Hygiene eingerechnet. Die hauswirtschaftlichen Leistungen umfassen unter anderem die Essensausgabe, das Spülen sowie erforderliche Dokumentationen.
Stadt nimmt deutlich mehr ein
Die Essensausgabe in Schulen wurde in den vergangenen Jahren im Zuge der Ausschreibung schrittweise an Caterer übertragen. Die tatsächlichen Kosten pro Einrichtung variieren unter anderem je nach Anzahl der teilnehmenden Kinder und der Personalkosten. Die Kosten für hauswirtschaftlichen Leistungen –Dienstleister und städtisches Personal – betragen im laufenden Kalenderjahr laut der Stadt voraussichtlich 217 000 Euro. Um einen anteiligen Beitrag zu diesen Kosten zu leisten, hatte die Stadt eine Erhöhung von 50 Cent pro Essen vorgeschlagen, was Mehreinnahmen in Höhe von 130 000 Euro ausmacht.