Sagt er die Unwahrheit? Ioannis Sakkaros soll angeblich nie Gespräche mit den Freien Wählern über eine Zusammenarbeit geführt haben, bevor er der CDU beitrat. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Hat er oder hat er nicht? Während CDU-Neustadtrat Sakkaros unter anderem gescheiterte Gespräche mit den Freien Wählern als Argument für seinen Beitritt zur Union anführt, stellen diese den Vorgang ganz anders dar.

Stuttgart - Die Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler ist irritiert über die Aussagen des CDU-Neu-Stadtrates Ioannis Sakkaros. Dieser hatte in einer Rechtfertigung für seinen sowohl von den Grünen als auch CDU-intern kritisierten Beitritt zur Unionsfraktion erklärt, er habe zuvor Gespräche mit den Freien Wählern über ein Zusammengehen geführt. Diese hätten im aber keinen Platz im Ausschuss für Umwelt und Technik offerieren können, da dieser bereits mit einem Stadtrat der Freien Wähler besetzt sei.

„Der Darstellung, Herr Sakkaros habe Gespräche mit uns geführt, widerspricht die Freie-Wähler-Gemeinderatsfraktion in aller Deutlichkeit“, heißt es nun seitens der Freien Wähler. Deren Stadträtin Rose von Stein erklärte: „Herr Sakkaros war am Wahlabend in unseren Fraktionsräumen. Über eine Zusammenarbeit hat man sich an diesem Abend nicht unterhalten.“

Auch am 28. Mai 2019, nach der Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses der Gemeinderatswahl, sei Sakkaros für wenige Minuten in den Fraktionsräumen der Freien Wähler gewesen. „Da sich Herr Sakkaros bei seinem Besuch an einem Austausch interessiert zeigte, signalisierte ihm unser Fraktionsvorsitzender Jürgen Zeeb Gesprächsbereitschaft und bat ihn, über unsere Fraktionsgeschäftsstelle einen Termin zu vereinbaren. Nach diesem kurzen Zusammentreffen haben wir nichts mehr von Herrn Sakkaros gehört“, so Rose von Stein. Über die Zuteilung irgendwelcher Ausschusssitze habe man schon gar nicht gesprochen.

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