Mit Mahmud Ahmadinedschad als Unterstützer hätte wahrscheinlich auch Serena Williams nie gerechnet. (Archivbild) Foto: EPA

Sie haben richtig gelesen: Ausgerechnet Irans-Ex-Präsident mischt sich in die Ganzkörper-Outfit-Debatte um Serena Williams ein – und unterstützt sie.

Teheran - In der Kontroverse um ihr Ganzkörper-Outfit erhält Tennisstar Serena Williams Unterstützung von der wohl ungewöhnlichsten möglichen Seite: von Mahmud Ahmadinedschad.

Der frühere iranische Präsident fragte am Montag auf Twitter, warum die Organisatoren der French Open die Kleidungswahl der Amerikanerin nicht respektierten. „Leider haben manche Leute in allen Ländern, darunter auch mein Land, die wahre Bedeutung von Freiheit nicht begriffen“, schrieb er.

Twitter-Nutzer machen sich lustig

Einige Twitter-Nutzer machten sich über die Ironie lustig, dass sich ausgerechnet Ahmadinedschad zur freien Kleidungswahl äußere. Als Staatschef des Iran hatte er eine islamische Kleiderordnung durchgesetzt und Frauen vorgeschrieben, in der Öffentlichkeit ein Kopftuch zu tragen.

Die Kontroverse um die frühere Weltranglistenerste begann in dieser Woche mit der Ankündigung des französischen Verbandspräsidenten Bernard Giudicelli, dass Ganzkörper-Outfits wie das von Williams in diesem Jahr künftig nicht mehr erlaubt seien bei dem Turnier. Williams hatte ihr aufsehenerregendes Dress damit begründet, dass es für eine bessere Durchblutung sorge. Die 36-Jährige reagierte gelassen auf Giudicellis Ankündigung.

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