Helmuth Froschauer bei den Osterfestspielen 1979 in Salzburg Foto: Wiener Philharmoniker

Der Dirigent Helmuth Froschauer, langjähriger Mitarbeiter Herbert von Karajans und erfolgreicher Streiter für unbekanntes Repertoire, ist im Alter von 85 Jahren gestorben.

Wien - Der ehemalige Chefdirigent des WDR-Rundfunkorchesters, Helmuth Froschauer, ist tot. Der österreichische Chorspezialist sei am Sonntag im Alter von 85 Jahren gestorben, bestätigte das Pressebüro der Wiener Philharmoniker der Deutschen Presse-Agentur. Auch der WDR berichtete über den Tod seines Ehrendirigenten.

Nach dem Musikstudium (Horn, Klavier, Komposition, Dirigieren) begann Froschauer seine Karriere in den 1950er Jahren als Kapellmeister der Wiener Sängerknaben. In seiner weiteren Laufbahn arbeitete er unter anderem als Chorleiter der Wiener Staatsoper, sowie der Salzburger Festspiele unter Herbert von Karajan. Als dessen enger Mitarbeiter war Froschauer an der Vorbereitung zahlreicher Konzerte, Schallplattenaufnahmen und Fernsehaufzeichnungen bei den Salzburger Festspielen, den Berliner und Wiener Festwochen beteiligt.

Im Jahr 1992 wurde er Direktor des Kölner Rundfunkchors. Fünf Jahre später übernahm er auch als Chefdirigent das WDR Rundfunkorchester, das er bis 2003 leitete, und dem er danach als Ehrendirigent verbunden blieb. Helmuth Froschauer ist der Vater des Vorstandes der Wiener Philharmoniker, Daniel Froschauer. Bis vor kurzem hat der Dirigent noch CDs aufgenommen, mit Vorliebe auch aus dem Bereich der leichten Muse; das Album „Nostalgia“ mit dem Tenor Daniel Behle wurde begeistert aufgenommen. Auch für Raritäten des Repertoires wie etwa die Oratorien „Die Auferweckung des Lazarus“ von Carl Loewe oder „Die Himmelfahrt Christi“ von Albert Lortzing hat sich Froschauer erfolgreich begeistert.

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