Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU, rechts, hier beim New.new Festival in Stuttgart): Der Nachtragshaushalt bringt aus ihrer Sicht „einen enormen Schub“ für die Digitalisierung des Mittelstands im Land. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Das Land unterstützt kleine und mittlere Firmen bei konkreten Digitalisierungsprojekten mit bis zu 10 000 Euro. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, erhöht Grün-Schwarz die Mittel für die sogenannte Digitalisierungsprämie, so dass in 2018 und 2019 insgesamt 24 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Stuttgart - Mit einer sogenannten Digitalisierungsprämie unterstützt Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) kleine und mittlere Unternehmen aus Baden-Württemberg bei ­digitalen Vorhaben – zum Beispiel, wenn diese neue digitale Lösungen einführen oder in ihre IT-Sicherheit investieren. Weil das Förderprogramm über die L-Bank, bei dem ­Firmen mit weniger als 100 Mitarbeitern einen Zuschuss von bis zu 10 000 Euro ­erhalten können, sehr gut angenommen wird, hat Grün-Schwarz jetzt entschieden, es im Zuge des Nachtragsetats deutlich aufzustocken.

In dem vom Landtag beschlossenen Doppelhaushalt 2018/2019 waren bereits vier Millionen Euro pro Jahr für die Digitalisierungsprämie vorgesehen. Laut ­Beschluss der Haushaltskommission der Landesregierung sollen weitere vier ­Millionen Euro für 2018 und weitere zwölf Millionen Euro für 2019 hinzukommen. „Die große Nachfrage nach der Prämie zeigt, dass wir mit ihr genau ins Schwarze treffen“, sagte Hoffmeister-Kraut auf ­Anfrage unserer Zeitung. Gerade kleinere Unternehmen seien interessiert, beim Thema Digitalisierung voranzukommen.

Der durchschnittliche Zuschuss liegt in diesem Jahr bislang bei 5700 Euro

Laut ihrem Ressort sind seit Beginn der Förderung vor dreieinhalb Monaten bereits 577 Anträge aus allen Branchen eingegangen, rund 550 davon sind voraussichtlich bewilligungsfähig. Die Antragsteller, von denen die meisten aus dem Handwerk, dem verarbeitenden Gewerbe und der Dienstleisterbranche kommen, investieren im Schnitt rund 32 000 Euro in digitale Projekte. Der durchschnittliche Zuschuss liegt bei 5700 Euro.

Bei einem ersten Modellversuch der Digitalisierungsprämie im Sommer 2017 waren die damals vorgesehenen 2,2 Millionen Euro nach nur einem Monat vergriffen. Einige Handwerker ärgerten sich über den Zeitpunkt und die kurze Phase der Ausschreibung – wegen der sogenannten Handwerkerferien.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: