Seit Jahresbeginn gilt in Stuttgart ein Dieselfahrverbot für Fahrzeuge mit Euronorm vier und schlechter. Foto: dpa

So hätte man es gerne jeden Tag: Am Montag war auf Stuttgarts Straßen vergleichsweise wenig los. Das hat vermutlich mehrere Gründe.

Stuttgart - Wie wirkt sich das Dieselfahrverbot am ersten Werktag nach den Ferientagen aus? Diese Frage stellten sich am Montag viele. Auch wenn das Fahrzeugaufkommen auf den Straßen in die Landeshauptstadt überschaubar war, fallen die Antworten eher vage aus.

Im Januar ist meistens wenig los

Derzeit lasse sich „nicht belegen, inwieweit das Verkehrsaufkommen mit dem Diesel-Verkehrsverbot zusammenhängt“, erklärte Jasmin Bühler von der städtischen Pressestelle. Auch die Verkehrsexperten der Integrierten Verkehrsleitzentrale bestätigten: „Das Verkehrsaufkommen heute in Stuttgart war sehr gering“, so Bühler. Es habe „keine relevanten Staus“ gegeben. Nur: „Für den ersten Tag nach den Weihnachtsferien ist dies nicht ungewöhnlich. Vergangenes Jahr war es genauso.“ In den ersten Wochen des Jahres sei der Verkehr gewöhnlich deutlich geringer als in den anderen Monaten. Dies liege vermutlich daran, dass viele Menschen noch Urlaub haben, auch wenn die Ferien vorbei sind.

Ähnlich äußerte sich auf Anfrage auch Polizeisprecher Tobias Tomaszewski. „Es gibt immer wieder Tage mit unerklärlich viel oder wenig Verkehr.“ Nach nur einem Tag könne man keine Aussage machen, ob das schwache Verkehrsaufkommen am Montag mit dem Dieselfahrverbot zu tun habe.

Erst in einigen Tagen, wenn der Verkehr in die Stadt weiter so schwach bleibe, „kann man überlegen, ob das mit dem Dieselfahrverbot zusammenhängt“, so Tomaszewski. Alles andere wäre „Spekulation“. Die Polizei kann sich auch vorstellen, dass viele den Montag noch frei genommen haben, weil Dreikönig auf einen Sonntag fiel.

S-Bahnen sind voll wie immer

„Wir hatten einen normalen Betriebstag, es gab keine besonderen Auffälligkeiten“, sagt Birgit Kiefer, Sprecherin der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB). Dass man dort über die Gründe des ohnehin nicht ungewöhnlichen Fahrgastaufkommens in Bahnen und Bussen am Montag wenig sagen kann, hat aber noch einen anderen Grund. An Wintertagen wie diesen wisse man auch nicht, „wieviel Einfluss das Wetter hat“, so die Sprecherin.

Ein Sprecher der Bahn äußerte sich ähnlich. Der Trend, dass immer mehr Fahrgäste die S-Bahn nutzen, halte seit Jahren an, täglich befördere man in der Region inzwischen rund 420 000 Menschen. So sei das Fahrgastniveau am Montag wie gewohnt hoch gewesen. „Markante Änderungen konnten wir aber nicht feststellen“, sagt der Bahnsprecher.

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