Im Laufe dieser Woche werden nach Angaben einer Stadtsprecherin in Stuttgart die letzten Hinweisschilder für das Diesel-Fahrverbot aufgestellt. Foto: dpa/Marijan Murat

Ab Oktober soll es ernst werden mit den Fahrverboten in einigen Stuttgarter Gebieten. Das Verbot gilt bislang nur auf dem Papier. Bald müssen Autofahrer auch mit Bußgeldern rechnen.

Stuttgart - Auf dem Papier gilt seit Anfang Juli in Stuttgart auch für Diesel mit der Abgasnorm Euro 5 ein flächendeckendes Fahrverbot - allerdings fehlten bislang die passenden Schilder in den Straßen. Im Laufe dieser Woche werden nach Angaben einer Stadtsprecherin die letzten Hinweisschilder aufgestellt, die die Autofahrer auf die neue Verbotszone hinweisen. Sie sollen dann an 160 Standorten stehen. Deshalb muss auch wie geplant vom 1. Oktober an mit Bußgeld gerechnet werden, wie die Sprecherin sagte.

Kontrolliert wird das Verbot in der neuen Verbotszone im Stuttgarter Talkessel sowie in den Stadtbezirken Bad Cannstatt, Feuerbach und Zuffenhausen. Die Polizei kontrolliere im sogenannten fließenden Verkehr und zum Beispiel bei Alkoholkontrollen, allerdings würden auch Radarfotos und andere Bußgeldverfahren abgeglichen.

Lesen Sie hier: Welle von Dieselklagen gegen Daimler nimmt kein Ende

Das Verbot, das in der aktuellen Fassung des Luftreinhalteplans festgeschrieben ist, gilt seit dem 1. Juli. Ohne die Verkehrsschilder konnten Autofahrer aber nicht wissen, wo sie noch fahren dürfen und wo nicht. Deshalb konnte bislang weder kontrolliert noch sanktioniert werden.

Flächendeckende Fahrverbote für Diesel mit der Abgasnorm Euro 4 gibt es in Stuttgart bereits. Das Bußgeld soll bei 100 Euro plus Verwaltungsgebühren in Höhe von 28,50 Euro liegen, es sei denn, im Oktober gilt nach wie vor der alte Bußgeldkatalog. Dann drohen 80 Euro und Verwaltungsgebühren.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: