Umwelthilfe-Chef Jürgen Resch Foto: dpa

Nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe werden Maßnahmen wie Kaufprämien und Software-Updates die Stadtluft kaum verbessern. Dies teilte der Vorsitzende Jürgen Resch am Dienstag in Berlin mit Blick auf die Ergebnisse des Diesel-Gipfels mit.

Berlin - Die beim Diesel-Gipfel beschlossenen Maßnahmen wie Kaufprämien und Software-Updates werden nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe die Stadtluft kaum verbessern. Im kälteren Winterhalbjahr werde es gar keine Verbesserung geben, im Sommerhalbjahr werde die Belastung der Luft mit gesundheitsschädlichen Stickoxiden um weniger als fünf Prozent sinken, sagte Umwelthilfe-Chef Jürgen Resch am Dienstag in Berlin. Ein Problem sei, dass die Hersteller bei den Prämien für den Kauf neuer Fahrzeuge den Diesel weiterhin ins Zentrum rückten, statt ganz auf Gas- oder Elektroantriebe zu setzen.

Beim Diesel-Gipfel Anfang August hatten Politik und Wirtschaft sich darauf geeinigt, dass zunächst rund 2,8 Millionen neuere Diesel verbesserte Software bekommen sollen. Zudem sind rund 2,5 Millionen Autos von VW-bereits in einem Pflicht-Rückruf. Autohersteller bieten zudem Prämien an, wenn Kunden einen älteren Diesel durch ein neues Fahrzeug ersetzen. Für besonders belastete Kommunen sollen Pläne entwickelt werden, die etwa den Verkehr flüssiger machen, um die Luft zu verbessern.

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