Ein Redner bei der Diesel-Demo am Samstag in Stuttgart. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Wieder sind Menschen in Stuttgart auf die Straße gegangen, um gegen Diesel-Fahrverbote zu demonstrieren. Initiator Ioannis Sakkaros kündigte dabei „härtere Maßnahmen“ an.

Stuttgart - Mehrere hundert Menschen haben am Samstagnachmittag am Neckartor an der neunten Demonstration gegen Diesel-Fahrverbote teilgenommen. Gleich zu Beginn musste Initiator Ioannis Sakkaros eine Hiobsbotschaft verkünden. Weil der Veranstaltungstechniker keine Zeit habe, könne heute leider kein Marsch stattfinden. Der Techniker hatte die Demo bislang mit einem Lautsprecherwagen unterstützt.

Neckartor soll komplett gesperrt werden

Zu allem Überdruss fing es pünktlich um 15 Uhr auch noch an zu regnen. Der Entschlossenheit der Redner tat das jedoch keinen Abbruch. Sakkaros beschwerte sich über die Untätigkeit der Politik. Er kündigte deshalb „härtere Maßnahmen“ an: am 31. März wolle man das Neckartor für zwei Stunden komplett sperren lassen – am Tag darauf treten auch für Stuttgarter die Fahrverbote in Kraft. Ein Sprecher des Organisationsteams bedauerte die „Hinhalte-Taktik“ des Staatsministeriums und plädierte für ein einstweiliges Fahrverbots-Moratorium.

Er rief die Teilnehmer dazu auf, Transparente mit radikalen Parolen wie „Ganz Stuttgart hasst die Grünen“ künftig daheim zu lassen, diese seien nicht hilfreich. Die Forderung stieß auf ein geteiltes Echo: manche Teilnehmer applaudierten, andere stimmten in „Grüne raus!“-Sprechchöre ein. Redner Thomas Scherlinski warf der Landesregierung vor, sie beschränke die persönliche Freiheit der Menschen aus ideologischen Gründen.

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