Brigitte Preuß (Vertreterin der Allianz) und Markus Löwe (NLV-Vorsitzender) haben allen Grund zum Strahlen. Foto: Patrick Steinle

Im Juni wurde ein Sportverein in Stuttgart-Vaihingen Opfer eines dreisten Diebstahls. Nun gibt es bessere Nachrichten – und eine Einweihung des Kunstrasens im zweiten Anlauf.

Vaihingen - Klingt aufs erste Hören nicht sonderlich spektakulär: Der Naturheil- und Luftbadverein Vaihingen (NLV) hat seine neue Kunstrasenanlage eingeweiht. In diesem Fall ist dies dennoch ein paar extra Worte wert.

Im Juni dieses Jahres wurde die Trainingsanlage bereits ein erstes Mal fertiggestellt. Zu einer offiziellen Einweihung kam es damals jedoch nicht, weil nur zwei Wochen später Unbekannte über Nacht die Hälfte des Kunstrasenbelags geklaut haben. „Genau an den Linien wurde das Stück herausgeschnitten“, erinnert sich Markus Löwe. Der NLV-Vorsitzende spricht von einem 200 bis 300 Kilogramm schweren Rasenstück. Von den Tätern gibt es bisher keine Spur.

Das Ereignis ist für Markus Löwe aber Vergangenheit, wie er sagt. Er sei froh, dass der gestohlene Teil nun erneuert worden sei. „Die finanzielle Lücke für die Reparatur hätten wir nicht füllen können“, so der Mann vom NLV. „So etwas kann einen Verein in den Ruin stürzen.“ Umso glücklicher ist er über die Hilfe der Allianz. Diese hatten schon beim ersten Mal den Bau des neuen Feldes finanziert. Nun zögerte der Versicherungskonzern nicht lange mit der Entscheidung, für die Kosten der Reparatur aufzukommen. Diese liegen bei etwa 10 000 Euro. Für Brigitte Preuß, Vertreterin der Allianz, war klar: „Die Menschen hier sollen weiterhin ihren Sport treiben können.“

Nach dem Rasendiebstahl im Juni hatte der NLV kurze Zeit Angst, dass auch die zweite Hälfte des Platzes geklaut werden könnte. Mittlerweile hat der Verein aber aufgerüstet. Man habe in Absprache mit der Stadt alles Mögliche getan, um einen weiteren Diebstahl zu verhindern. Damals war kein Schloss für das umzäunte Feld angebracht.

Seit zwei Wochen kann auf dem kleinen Feld also wieder Tennis gespielt werden. Die Sportler können hier auch allein trainieren, wenn der Sportskamerad gerade noch nicht da ist oder sie sich aufwärmen wollen. Auch in der Jugendarbeit wird die Ballwand gerne von den Trainern eingebunden. „Die Nachfrage und das Interesse ist bereits jetzt sehr groß“, erzählt Löwe. Da es sich um einen Kunstrasenplatz handelt, kann dieser auch bis in den Winter hinein genutzt werden.

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