Süß und voller Wolle: Die drei jungen Wanderfalken Foto: SSG/Udo Rühl

Die Wanderfalken, die erneut im Ludwigsburger Residenzschloss Quartier bezogen haben, ziehen drei Junge auf. Ihr Vater scheint sehr emanzipiert zu sein.

Ludwigsburg - Auch aus dem Ludwigsburger Schloss gibt es Nachwuchs zu vermelden: Drei Jungfalken haben dort das Licht der Welt erblickt. Eine Thronfolge wie bei den Windsors gibt es aber nicht, und auch bei der Wahl der Namen steht nichts zu befürchten: Die Tiere tragen lediglich einen Zahlencode an ihren Füßen. Aber, und das ist die Hauptsache: Alle drei Vögel sind gesund und munter, und auch die Eltern sind wohlauf.

Wanderfalken sind inzwischen streng geschützt, allein deshalb ist der Nachwuchs im Residenzschloss eine gute Nachricht. Zusätzlich erfreulich ist, dass die Eltern, Altvögel genannt, den Nistkasten an einem der Gebäudedächer bereits zum zweiten Mal in Folge angenommen haben. Im vergangenen Jahr sind dort vier Jungfalken geschlüpft.

Der erste Auftritt steht noch aus

Die Drillinge dieses Jahres sind am 15. April geschlüpft und haben sich seither gut entwickelt, wie der Schlossverwalter Stephan Hurst mitteilt. Vielleicht lag es daran, dass der Vater viel geholfen hat. Normalerweise beteiligen sich Falkenmännchen erst ab der dritten Lebenswoche an der Fütterung der Kinder. Wie die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz beobachtet haben, hat der Ludwigsburger Falke jedoch nicht nur das Futter angeschafft, er hat sich auch bereits in den ersten Tagen an der Fütterung beteiligt.

Nicht mehr lange, dann präsentiert sich der Nachwuchs auch der Öffentlichkeit. Schätzungsweise Ende Mai werden sie das Nest verlassen und erste Flugversuche unternehmen.

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