Rainald Klapproth (Florian Bartholomäi, rechts) auf dem Weg nach Leipzig. Für die Kommissare Lindholm (Maria Furtwängler) und Borowski (Axel Milberg) eine Fahrt ins Ungewisse. Foto: NDR

Wie war er denn jetzt, der 1000. „Tatort“? Der Plot von „Taxi nach Leipzig“ ist eigenwillig, aber trotzdem spannend geraten.

Die Handlung in zwei Sätzen

Die Kommissarin Lindholm (Maria Furtwängler) aus Hannover und ihr Kieler Kollege Borowski (Axel Milberg) steigen ins Taxi – und werden vom Fahrer (Florian Bartholomäi), einem ehemaligen Soldaten, entführt. Er will seiner ­Ex-Freundin die Wahrheit über ihren ­neuen Partner sagen, denn der hat ihm nicht nur die Frau ausgespannt, sondern gab beim gemeinsamen Einsatz in Afghanistan das fahrlässige Kommando, das sein Leben zerstörte.

Zahl der Leichen

Eigentlich nur eine, ­käme es beim Showdown nicht zu einer tragischen Verquickung der Umstände, bei der die Ex-Freundin ausgerechnet von dem Mann erschossen wird, der sie doch eigentlich beschützen sollte.

Thema

Erstaunlich, worauf Drehbuchautoren kommen – denn wer entführt schon spontan zwei Kommissare? Aber man wollte eben eine Fahrt nach Leipzig inszenieren – wie im ersten „Tatort“ aus dem Jahr 1970, der auch „Taxi nach Leipzig“ hieß.

Einzig lustiger Moment

Am Schluss sitzen die Kommissare wieder wie zu Beginn auf dem Kongress, als sei nichts gewesen.

Dumme Frage

Kann man einem Mann auf dem Beifahrersitz tatsächlich mal eben mit einem Griff das Genick brechen?

Der böseste Satz

„Diese Frau hat die Sensibilität eines Schneepflugs“ – so Haupt­kommissar Borowski insgeheim über seine ­Kollegin Lindholm.

Unser Fazit

Durchaus sehenswert mit nur gelegentlichen Längen bei der Autofahrt.

Spannung

Note 2

Logik

Note 2

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