Bei den StN-Kitaspielen ist Balance gefragt. Foto: Baumann

Bei den StN-Kita-Spielen gibt es nur strahlende Gesichter – vor allem, wenn Kinder-Chefreporter Paul auftaucht. Aber auch die Bewegungsaufgaben sorgen für Begeisterung.

Stuttgart - Im Fechtraum in der Stuttgarter Scharrena glühen die kleinen Köpfe. Es stehen an diesem Dienstagvormittag aber keine Degenkünstler auf der Planche – der Raum wurde für die Kitaspiele als Station Nummer neun mit dem Namen Seehund eingerichtet. Der Ball fordert die Kinder zwischen drei und sechs Jahren ganz schön. Dreimal muss die Kugel auf den Boden geprellt werden – dafür gibt es einen Punkt, wer den Ball in einen Meter Höhe hochwerfen kann bekommt zwei Zähler. Einen Dreier landen die wenigsten, denn es ist ganz schön knifflig, das Gerät gegen die Wand zu werfen und wieder zu fangen. Für David von den Kornhasen Jägerhalde ist das kein Problem. „Das war am schwierigsten, hat aber am meisten Spaß gemacht“, erzählt er. Schwer getan hat er sich bei der Ameise, an der man mit einem Ball wie beim Kegeln kleine Flaschen treffen musste. So wie David geht es vielen – die eine Station ist kein Problem, an der nächsten gibt es dann auch mal keine Punkte.

Auch viele Erzieher sind mit dabei

„Wir versuchen deshalb immer die Stärken der Kinder zu betonen“, sagt Maximilian Veit von der Kita Fasanenhofstraße. Er arbeitet erst seit zwei Wochen in der Kita und wird heute von seinem Kollegen Tebayema Datera unterstützt. Ein Männerteam ist noch immer eine Ausnahme in diesem von Frauen dominierten Job. „Wir haben sogar noch einen dritten Kollegen in der Kita“, sagt Datera. Der 49-Jährige stammt aus Togo, war dort Mathelehrer, in Deutschland hat er dann noch eine Ausbildung zum Erzieher gemacht. Die beiden sind nicht allein in der Halle. „Die Männerquote ist toll hier“, sagt Jürgen Hirt vom Kolpingkindergarten. Bis vor vier Jahren hat der 49-Jährige als Streetworker gearbeitet, seit vier Jahren ist er jetzt in der Kita und will da auch nicht mehr weg. Für den Bewegungsraum der Einrichtung überlegt er sich immer wieder neue Angebote – zuletzt hat er einen Hangelparcour entworfen.

Voll auf barfuß setzen sie bei der Kita in der Bottroper Straße – auch Erzieherin Silvia Lebich hat weder Schuhe noch Socken an, so machen sie es auch in der Sportstunden. „Die Kinder haben das so entschieden, weil sie ohne Socken viel schneller sind“, sagt die Pädagogin. Ob mit oder ohne Schuhe – die Bewegungsveranstaltung kommt an beim Nachwuchs. Die ganz kleinen nutzen die Pausen zwischen den Stationen, um mit der Erzieherin auch mal eine Runde zu Kuscheln. An der Verpflegungsstelle wartet von der AOK gespendetes klein geschnittenes Obst. 660 Kinder in 66 Gruppen bewegen sich durch die Halle bei der von der Sportkreisjugend Stuttgart (SKJ) in Kooperation mit dem Amt für Sport und Bewegung und den „Stuttgarter Nachrichten“ organisierten Veranstaltung. SKJ-Geschäftsführer Michael Bulach hat sich ein neues Konzept überlegt. Statt zwölf Kinder sind nur noch zehn pro Gruppe dabei, und von den drei Übungen an jeder Station dürfen diesmal alle drei probiert werden. „Das bringt mehr Vielfalt, mehr Aktion und mehr Bewegung für die Teilnehmer“, sagt Michael Bulach.

Ein Tänzchen mit Pinguin Paul

Jetzt fiebern sie ihren Medaillen und Urkunden entgegen und natürlich dem Tanz mit Pinguin Paul, dem Chefreporter der „Stuttgarter Kindernachrichten“. Etwas schwerfällig klettert er aufs Podium und legt mit Moderatorin Sandy Liebehenschel los. Als guter Tänzer erweist sich auch Martin Schairer, Bürgermeister für Recht, Sicherheit und Ordnung, der die besten Teilnehmer auszeichnet. Sieger sind sie alle – am erfolgreichsten war der Kindergarten Rosenstein Rümelinstraße, dicht gefolgt von der Kita Fasenenhofstraße und der Ganztageseinrichtung in der Heumadener Straße. Für alle gibt es ein Spieleset, der Gewinner darf auch noch einen Pokal mit nach Hause nehmen.

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