Die Polizeiruf-Fledderei Meuffels und der böse Wolfi

Von Ariane Holzhausen 

Der „Polizeiruf 110“ mit Matthias Brandt geht unter die Haut. Und noch ein Stück weiter. Richtung Eingeweide.

Die Handlung in zwei Sätzen: Ist die Frau von einem Wolf gerissen oder von Menschenhand ermordet worden? Bleibt es dabei, dass Hanns von Meuffels (Matthias Brandt) und Constanze Hermann (Barbara Auer) im Hotelzimmer nur zusammen rauchen?

Zahl der Leichen: Zwei Menschen, eine Katze, zig Hunde, ein Wolf und Wolfi, der Pseudo-Wolf.

Schönstes Stilmittel: Der Burt Bacharach Song „Anyone who had a Heart“, gesungen von Dionne Warwick.

Grad der Verzweiflung der Hauptfiguren: Constanze hat keine Kippen mehr. Sie popelt einen kleinen abgebrannten Stummel aus dem Aschenbecher und raucht den.

Wieder was gelernt: Eine Katze, die mit ihrem toten Herrchen oder Frauchen eingesperrt ist und Hunger hat, macht sich – im Gegensatz zu Hunden – an der Leiche zu schaffen. Erklärsatz des Zoologen: „Augen, Knorpel, die Nase, Ohren, die weichen Lippen. . . das sind Delikatessen.“

Seltsamster Gruseleffekt: Als der Zoologe seine Wolfsmaske überstülpt, sieht dieses Mischwesen lustig aus. Ohne wirkte der Mann mit dem gebrochenen Herzen sehr viel furchteinflößender.

Unser Fazit:Wer den Polizeiruf „Kreise“ von Christian Petzoldmochte, muss „Wölfe“ einfach lieben.

Spannung : Note 6

Logik : Note 1

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