Leonie ist wieder da! Als Pferdemarkt-Expertin nimmt unsere tierische Kolumnist den Leonberger Neuling, den OB Tobias Degode, unter ihre Hufe. Foto: Archiv, Simon Granville

Der 333. Leonberger Pferdemarkt startet – unsere tierische Kolumnistin Leonie begleitet die fünfte Jahreszeit am Engelberg gerne wieder mit viel Biss – und großer Klappe.

Alle Jahre wieder wird in Punxsutawney im US-Bundesstaat Pennsylvania das Murmeltier Phil am 2. Februar rüde aus seinem Bau gezogen, um zu prognostizieren, ob der Winter noch anhält oder nicht. Und alle Jahre wieder am zweiten Dienstag im Februar findet der Pferdemarkt-Umzug in Leonberg statt. Statt „Und täglich grüßt das Murmeltier“ heißt es deshalb jetzt wieder „Und täglich zieht die Leonie vom Leder“.

 

Für alle, die mich noch nicht kennen: Ich bin Leonie, ein echtes Isländer-Pony, und als Kolumnistin kommentiere ich den Pferdemarkt mit viel Biss und vor allem großer Klappe. Seit elf Jahren, um genau zu sein. Und das dann auch noch zum 333. Pferdemarkt! Doppelte Schnapszahl!

333. Leonberger Pferdemarkt: Erster Härtetest für den neuen OB aus dem Rheinland

Hach, wie ich mich freue! Ich bin zwar auch wie so ein kleines Murmeltier, so mit Winterspeck, Winterfell und langem Schlafen. Aber für den Pferdemarkt und meine Kolumne stehe ich extra früh auf.

Als echte Pferdemarkt-Expertin freut es mich um so mehr, dass ich einen echten Neuling unter meine Hufe nehmen kann. Der Tobi Degode ist ja noch ganz frisch im Amt. Auch wenn die Rheinländer Karneval-erprobt sind, so etwas wie den Leonberger Pferdemarkt hat er bestimmt noch nie erlebt.

Aber wenn er seinem Namensvetter Checker Tobi alle Ehre machen will, wird er ganz schnell checken, wie das so läuft. Wie man etwa die Treppen zu den Kellern sicher runter und wieder hochkommt, wie man sich beim Rathaussturm die Waldhexen vom Leib hält, wie man sich beim Umzug am Dienstag erst in der Kutsche und dann später auf der Bühne warm hält und so weiter.

Und wenn der Tobi schon mal dabei ist, alles auszuchecken, vielleicht kann er dann auch endlich mal diesen Gestank in der Stadt abstellen. Was da das Jahr über zuweilen durch die Stadt wabert, ist schon grenzwertig. Und das sage ich als Pony, das selbst öfter für Gerüche verantwortlich ist, die für Zweibeiner unangenehm sind.

Viel Wild West am ersten Pferdemarkt-Tag: Da wiehert der Amtsschimmel

Für den ersten Pferdemarkttag habe ich schon mal meinen Cowboyhut rausgekramt. Denn dieses Jahr stehen recht viele Programmpunkte unter dem Motto „Wild West“. Das ist jetzt hoffentlich kein böses Omen für den ganzen Pferdemarkt – oder die Amtszeit des neuen obersten Amtsschimmels?

Nach der offiziellen Eröffnung am Freitag um 17 Uhr auf dem Pferdemarkt gibt es jedenfalls erst mal schön Countrymusik auf die Ohren. Und im Stadtmuseum wird ab 15 Uhr ebenso der Wilde Westen für Kinder lebendig. Da bringe ich meinen Nachwuchs hin und kann dann gemütlich auf dem Marktplatz meinen Line Dance üben. Aus der Reihe tanze ich sonst schließlich genug. Howdy!