Über das Telefon kontaktieren viele Betrüger ihre Opfer. (Symbolbilder) Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Die Trickbetrüger nutzen in Zeiten des Coronavirus neue Tricks, um ihre Opfer um Geld und Wertgegenstände zu bringen. Das LKA Baden-Württemberg berichtet über vier Beispiele der neuen Methoden.

Stuttgart - Das Coronavirus geht um - und mit ihm neue Tricks von Betrügern und Verbrechern. Sie geben sich etwa als Polizisten oder Mitarbeiter von Gesundheitsämtern aus und verschaffen sich so Zutritt zu Wohnungen, um Geld oder Wertgegenstände zu erbeuten. Beispiele, von denen das Landeskriminalamt berichtet:

Fake-Gesundheitsamt

Betrüger gaben sich im Raum Tuttlingen am Telefon als angebliche Mitarbeiter des Gesundheitsamtes aus und forderten die Angerufenen auf, einen Corona-Test zum Preis von 5000 bis 7000 Euro durchzuführen.

Falscher Vodafone-Mitarbeiter

Vermeintliche Mitarbeiter von Vodafone kontaktieren derzeit verstärkt potenzielle Opfer. Wegen der Ausgangsbeschränkungen sei das Netz überlastet, behaupten sie. Der Anrufer müsse vorbeikommen, um neue Leitungen zu legen und den Router auszutauschen. So verschaffen sich die Betrüger Zugang zur Wohnung.

Teure Nachhilfe

Weil die Schule derzeit ausfällt, bewegen Abzocker Eltern am Telefon dazu, überteuerten Nachhilfeunterricht für die Kinder zu buchen. Das LKA berichtet von Fällen, in denen monatliche Abo-Verträge in Höhe von mehr als 1200 Euro abgeschlossen wurden. Nachhilfelehrer kreuzten dann nicht auf oder es bestünden zumindest erhebliche Zweifel, ob der Unterricht qualitativ den Ansprüchen genüge.

Erpressung mit Ansteckung

Die Beamten berichten auch von erpresserischen Mails. Unbekannte fordern etwa die Überweisung von 4000 Dollar in der Kryptowährung Bitcoin innerhalb von 24 Stunden - ansonsten werde die ganze Familie des Angeschriebenen mit dem Coronavirus infiziert.

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