Der Stern strahlt und lockt Mitarbeiter: Daimler war 2017 die beliebteste Arbeitgebermarken Deutschlands. 2018 hat ein anderes Unternehmen die Nase vorn. Foto: dpa

Wer sind die beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland und womit können sie punkten? Fünf der Top 10 sitzen in Baden-Württemberg, wie eine Studie ergeben hat.

Stuttgart - Die Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer möchte am liebsten bei der Fraunhofer-Gesellschaft arbeiten. Auf dem zweiten und dritten Platz folgen BMW und Daimler. Unter den Top 10 der beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland kommen fünf aus Baden-Württemberg. Neben Daimler sind dies noch Bosch, Porsche, ZF Friedrichshafen und IBM, wie die Studie Randstad Employer Brand Research 2018 ergeben hat – eine umfassende, nach Angaben der Autoren unabhängige Untersuchung zum Thema Arbeitgebermarke. Demnach wurden dazu in Deutschland mehr als 4300 Arbeitnehmer und Arbeitsuchende im Alter zwischen 18 und 65 befragt. Im Fokus standen der Bekanntheitsgrad, die Attraktivität der abgefragten Unternehmen sowie einzelne Schlüsselfaktoren, die einen attraktiven Arbeitgeber ausmachen.

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Die Fraunhofer-Gesellschaft hat einen rasanten Aufstieg hingelegt. Im vergangenen Jahr belegte sie noch Platz 6 im Top-Arbeitgeber-Ranking, dieses Jahr ist Europas größte Forschungsorganisation an den Automobilgrößen vorbeigezogen, die seit Jahren auf den vorderen Rängen liegen. Während sich BMW auf dem zweiten Platz behaupten konnte, rutschte Daimler vom ersten auf den dritten Platz. Während ZF und Porsche im Vergleich zum Vorjahr um fünf beziehungsweise drei Plätze abgerutscht sind, hat sich Bosch um drei Positionen auf Platz sechs verbessert.

Jobsicherheit zählt am meisten

Eine attraktive Arbeitgebermarke ist für Unternehmen wichtig, um neue Mitarbeiter zu gewinnen. Doch welche Kriterien sind Bewerbern eigentlich wichtig, wenn sie sich für einen Arbeitgeber entscheiden? Mit 64 Prozent zählt berufliche Sicherheit am meisten, gefolgt von einem attraktiven Gehalt (63 Prozent) und einer angenehmen Arbeitsatmosphäre (56 Prozent). Dies sei aber nach wie vor der Bereich, in dem Unternehmen in Deutschland Nachholbedarf hätten, heißt es in der Studie. „Ein gutes Arbeitsklima ist untrennbar mit der Unternehmenskultur verbunden“, sagt Andreas Bolder von Randstad Deutschland. Eine gute und faire Arbeitsatmosphäre zu pflegen sei nicht mehr Kür, sondern Pflicht, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Top-5 Schlüsselfaktoren bei der Arbeitgeberwahl sind Jobsicherheit (64 Prozent), Gehalt und betriebliche Benefits (63 Prozent), Angenehmes Arbeitsklima (56 Prozent), Flexible Arbeitsmodelle (45 Prozent), Finanzielle Stabilität des Untenrehmens (40 Prozent).

Abgefragt hat der Personaldienstleister nicht nur eine Gesamtbewertung, sondern auch Arbeitgeber bezüglich bestimmter Einzelkriterien. Daimler etwa belegt den Spitzenplatz, wenn man das Kriterium Attraktives Gehalt/Sozialleistungen betrachtet. Geht es um gute Karrieremöglichkeiten kann SAP punkten.

Fahrzeug- und Automobilindustrie als Top-Branche

Wenn es um einen Jobwechsel geht, sind die Hauptgründe der Studie zufolge fehlende Anerkennung, geringe Karrierechancen oder eine schlechte Work-Life-Balance. 16 Prozent der Arbeitnehmer haben vergangenes Jahr den Job gewechselt, 23 Prozent planen das in diesem Jahr. Jeder fünfte Befragte ist damit in absehbarer Zeit auf Jobsuche. Bezogen auf Männer und Frauen sind die Gründe dafür aber unterschiedlich: 16 Prozent der Männer wechseln im Vergleich zu Frauen eher den aktuellen Arbeitgeber, wenn attraktive Nebenleistungen wie Unternehmensrabatte oder Smartphones fehlen. Bei den Frauen dagegen ist eine zu geringe Vergütung oft ein Kündigungsgrund.

Betrachtet man nicht einzelne Arbeitgeber, sonder Branchen, kann die Fahrzeug- und Automobilindustrie mit Platz Eins punkten. Der Maschinenbau belegt den zweiten Platz, IT und Telekommunkation den dritten Platz.

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