Hans-Peter und Marie-Luise Heck samt Hund Hera stehen auf Dolce Vita. Foto: C. Holowiecki

Das Ehepaar Heck verkauft in Stuttgart-Fasanenhof die italienischen Kultroller Ape von Piaggio. Wer fährt die dreirädrigen Minitransporter?

Fasanenhof - Der Ohrwurm ist garantiert. Man summt unweigerlich „Azzurro“, wenn man den Firmenhof von Cityroller am Rande des Gewerbegebiets auf dem Fasanenhof betritt. Kunterbunte Zweiräder der Marken Vespa, Moto Guzzi oder Aprilia stehen bereit und versprühen einen Hauch von Dolce Vita, und in einer Ecke des großen Parkplatzes sind die kultigsten aller Italo-Mobile aufgereiht: die Dreiräder Ape der Marke Piaggio. Die Biene, so die deutsche Übersetzung, zeichnet sich durch ihre zumeist geschlossene Ladefläche aus. Während die drolligen Mobile seit 1948 massenhaft durch die verwinkelten Gassen von italienischen Altstädten rumpeln, sieht man sie in Deutschland seltener.

Die Apes sind Liebhaberstücke

Seit 26 Jahren sind die Apes auf dem Fasanenhof erhältlich, sagt Marie-Luise Heck, die das Unternehmen mit ihrem Mann Hans-Peter betreibt. „Es sind schon Liebhaberstücke“, sagt sie und fügt hinzu: „Um aufzufallen.“ Überwiegend würden die Fahrzeuge, die es je nach Modell auf maximal 60 Sachen schaffen, demnach für Werbezwecke gekauft, und das von Kunden aus ganz Deutschland. Zu den Kunden der Hecks zählen Boutiquenbesitzer, Getränkehändler, Gärtnereien oder Imker, auch bei Zimmereien oder Privatleuten, die viel transportieren müssen, seien die Retroroller wegen ihrer hohen Lastkraft beliebt.

Gern holten sich Geschäftsleute mit einem Bezug zur italienischen Gastronomie ein solches Gefährt, sagt Marie-Luise Heck. „Ein großer Teil der Kundschaft ist Italiener“, sagt sie. So fahren durch Stuttgart Pizza-Apes, Espresso- oder Eis-Apes, außerdem seien schon Exemplare für Filmproduktionen oder, in der Dreisitzer-Version, an Hochzeitspaare verliehen worden. Marie-Luise Heck sagt: „Die Apes machen Spaß, und sie sind ein Augenschmaus.“

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