Naomi Watts als Lady Di in einer Szene des Biopic "Diana" über die 1997 verstorbene Lady Di. Foto: Concorde

Es gibt viele Probleme in dem Drama „Diana“, einem Biopic, das sich, ausgerechnet, auf die letzten Tage, die letzten Liebschaften der Lady Di konzentriert.

Filmkritik und Trailer zum Kinofilm "Diana"

Stuttgart - Die Kamera lässt sich Zeit, hält lange Distanz, zeigt eine gesichtslose Frau, die eingekreist scheint, verloren in den Gängen eines Nobelhotels. Als sie die Hauptfigur dann erfasst, möchte sie nicht mehr von ihr lassen, klebt fortan am Gesicht von Naomi Watts, die Diana spielt, die tragisch verstorbene Rose Englands. Watts soll lächeln wie Diana, die Nahaufnahme beherrscht den Film.

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Das ist nicht das einzige Problem in „Diana“, einem Biopic, das sich, ausgerechnet, auf die letzten Tage, die letzten Liebschaften der Lady Di konzentriert. Viele Möglichkeiten hätte es gegeben, sich der übergroßen ­Figur zu nähern – Oliver Hirschbiegel aber tut, was er immer tat: In „Das Experiment“ sperrte er Menschen in einen Betonkäfig, in „Der Untergang“ Monster, nun eine Prinzessin – auch wenn deren Gefängnis unsichtbar bleibt. Hier scheitert er gründlich, denn er nimmt, ohne es zu merken, die Position von Dianas Verfolgern ein, den Paparazzi.

Watts bekommt keine Gelegenheit, das ikonische Bild Dianas zu sprengen, ihr Tiefe zu geben. Der Film breitet die Kolportage über die letzten Tage der Prinzessin als kalte, zähe Mär aus, entdeckt nichts Neues an der Figur, gönnt ihr kein Leben. Und langweilt damit ungemein.

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