Die Ehrenamtlichen sollen die Senioren nicht nur zum Arzt begleiten oder mit ihnen einkaufen gehen. Sie sollten zudem bereit sein, im Haushalt zu helfen. Foto: Simone Bürkle

Die Diakonie wirbt um Menschen, die andere im Alltag unterstützen. Die freiwilligen Helfer sollten zwei bis drei Stunden pro Woche Zeit für ein bis zwei Hausbesuche in der Woche haben.

Stuttgart-Sillenbuch - Die Ehrenamtlichen mögen der Diakonie die Tür einrennen. Diesen Wunsch formuliert die stellvertretende Pflegedienstleiterin der Einrichtung in Sillenbuch, Sabine Münzenmay. Sie sucht Menschen, die als sogenannte Seniorenberater arbeiten möchten.

Den Namen hat die Diakonie gefunden, um auf diese Weise deutlich zu machen, dass sie nicht in Konkurrenz zur Nachbarschaftshilfe der katholischen Kirche treten will. „Die Angebote der Katholiken finden wir hervorragend“, sagt Münzenmay. „Wir setzten aber mit unseren Seniorenberatern einen anderen Schwerpunkt.“

Der Bedarf an ehrenamtlicher Hilfe für Senioren ist groß

Die Menschen, die ein solches Ehrenamt übernehmen wollen, sollen die Senioren nicht nur zum Arzt begleiten oder mit ihnen einkaufen gehen. Sie sollten zudem bereit sein, im Haushalt zu helfen. „Sie dürfen kein Problem damit haben, mal einen Besen in die Hand zu nehmen oder den Müll mit nach unten zu nehmen“, sagt Sabine Münzenmay.

Der Bedarf an ehrenamtlicher Hilfe für Senioren im Bezirk sei groß. „Die Diakonie hat im Moment 140 Kunden“, sagt sie. Die Diakonie würde die Seniorenberater übrigens nicht bei Demenzerkrankten einsetzen. „Dafür gibt es spezielle Angebote“, sagt Sabine Münzenmay.

Die freiwilligen Helfer sollen zwei bis drei Stunden pro Woche Zeit für ein bis zwei Hausbesuche in der Woche haben. Der jährliche Freibetrag für Übungsleiter erlaubt es ihnen, bis zu 2400 Euro steuerfrei mit der Aufwandsentschädigung der Diakonie einzunehmen. „Das ist optimal für Frauen, die steuerfrei etwas hinzuverdienen wollen, während ihre Kinder zum Beispiel im Kindergarten sind“, sagt Sabine Münzenmay.

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