Der kleine Felix ist todkrank - doch noch gibt es Hoffnung, dass sich ein Stammzellen-Spender findet. Foto: privat

Der erst acht Monate alte Felix aus Esslingen hat Leukämie. Eine Stammzellenspende könnte sein Leben retten - wer Felix oder einem anderen Leukämiekranken mit einer Stammzellenspende helfen möchte, kann sich beispielsweise am Sonntag, 8. Februar, kostenlos registrieren lassen.

Esslingen - Diagnose Blutkrebs. Während sich Eltern anderer Babys die Zukunft ihrer Kinder in rosigen Farben ausmalen, bangt Felix’ Familie um das Leben ihres kleinen Sonnenscheins. Felix’ einzige Überlebenschance ist eine Stammzellentransplantation. Auf sein schweres Schicksal aufmerksam geworden, hat sich die Familie Kirchner aus Esslingen spontan entschlossen, zu helfen.

„Das Schicksal der Familie hat uns einfach berührt. Man ist in so einer Situation auf die Hilfe anderer angewiesen“, sagt Oliver Kirchner. Er hat selbst drei Kinder, eines davon in Felix’ Alter.

Wer Felix oder einem anderen Leukämiekranken mit einer Stammzellenspende helfen möchte, kann sich am Sonntag, 8. Februar, zwischen 11 und 15 Uhr in der Turnhalle bei der Grundschule Sulzgries, Sulzgrieser Straße 105-109, kostenlos registrieren lassen. Mitmachen kann jeder gesunde Mensch zwischen dem 18. und 55. Lebensjahr. Die Wahrscheinlichkeit, einen genetischen Zwilling zu finden, liegt bestenfalls bei 1:20 000. Die Registrierung erfolgt unter der Regie der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS).

Bis ein passender Spender gefunden ist, versuchen die Ärzte die Krankheit ihres kleinen Patienten aus Oberstenfeld mit Chemotherapien und Medikamenten in Schach zu halten. „Bald lerne ich sprechen. Ich freue mich schon sehr darauf, wenn ich Mama und Papa sagen kann. Und mein drittes Wort wird ,Danke’ sein“, steht auf der Internetseite, die die Familie und Freunde für Felix eingerichtet haben. Während andere Babys zuhause krabbeln lernen, kämpft Felix um sein Leben.

Nachdem der Kleine das Licht der Welt im vergangenen Mai erblickt hatte, folgte bereits im September die Schock-Diagnose. Von einem Tag auf den anderen wurde das kleine Glück der jungen Familie durch die Krankheit zerstört. Der Patient mit den Pausbäckchen versteht noch nicht, was um ihn herum passiert. Er wird von Fremden im Krankenhaus mit Nadeln gestochen und es werden Schläuche an seinen kleinen Körper geklebt. Dass dies alles geschieht, um sein Leben zu verlängern, das weiß Felix nicht. Wenn die Mühen, sein Leben zu retten, von Erfolg gekrönt sind, wird er es irgendwann verstehen.

Weitere Informationen im Internet unter: www.dkms.de www.felix-braucht-dich.de

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