Matthias Sammer ist derzeit Berater bei Borussia Dortmund und TV-Experte für Eurosport. Foto: dpa

Nach dem Rücktritt von Reinhard Grindel als DFB-Präsident brodelt die Gerüchteküche über dessen Nachfolge. Jetzt bringt der Präsident des Sächsischen Fußball-Verbands Matthias Sammer ins Spiel.

Dresden - Der Präsident des Sächsischen Fußball-Verbands, Hermann Winkler, hat Matthias Sammer für das Amt des DFB-Chef ins Gespräch gebracht. Der 51-Jährige „wäre ein geeigneter Kandidat für viele Dinge, weil er über so viel Erfahrung verfügt und so viele gute Sachen hinterlassen hat“, sagte Winkler in einem Interview der „Sächsischen Zeitung“ (Freitag). „Ich schätze ihn sehr. Doch ich möchte ihn jetzt auch nicht verbrennen, indem ich ihn ins Spiel bringe.“

Der ehemalige Weltklasse-Fußballer Sammer ist derzeit externer Berater beim Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund. Mit dem BVB wurde der gebürtige Dresdner 1995 und 1996 als Spieler und 2002 als Trainer deutscher Meister. Zudem spielte und trainierte er beim VfB Stuttgart und arbeitete schon als Sportmanager beim DFB, als Sportvorstand bei Bayern München und als TV-Experte.

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Wichtiger als die Diskussion über die Nachfolge des zurückgetretenen DFB-Chefs Reinhard Grindel sei ohnehin eine Struktur-Debatte, betonte Winkler, der für die CDU im Europaparlament sitzt. „Es kann nicht nur darum gehen, eine Person auszutauschen. Wir müssen stattdessen über Strukturen reden, über Geldzahlungen und Verträge.“

Der SFV-Chef sprach sich ausdrücklich gegen eine Spaltung im DFB zwischen Amateuren und Profis aus. „Die Profis wären ohne die Amateure keine Profis“, sagte Winkler.

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