Braunschweigs Fabio Kaufmann (links) gegen Berlins Karim Rekik. Foto: dpa/Swen Pförtner

Der Start der DFB-Pokal-Saison hat es in sich. Hertha BSC Berlin scheitert nach einem Torfestival an Eintracht Braunschweig. Mainz 05 rettet sich durch späte Treffer vor einer Pokal-Blamage.

Berlin - Hertha BSC hat sich im DFB-Pokal spektakulär blamiert. Die ambitionierten Berliner verloren am Freitagabend einen packenden Pokalfight beim Zweitligisten Eintracht Braunschweig mit 4:5 (2:3) und waren dabei noch weit von Bundesligaform entfernt. Der FSV Mainz quälte sich eine Woche vor dem Ligastart gegen den widerspenstigen Viertligisten TSV Havelse lange, zog aber letztlich mit einem 5:1 (0:1) in die zweite Runde ein.

In Braunschweig war der neue Hertha-Torhüter Alexander Schwolow nach einem Freistoß von Martin Kobylanski schon nach 63 Sekunden das erste Mal geschlagen. In der 44. Minute wehrte er einen Foulelfmeter von Kobylanski ab, doch der Kapitän der Niedersachsen traf im Nachschuss. In der 17. Minute hatte Maximilian Mittelstädt den Berliner Keeper mit einem Eigentor per Kopfball überwunden.

Dem hatten die Gäste in der ersten Halbzeit nur Tore durch Dodi Lukebakio (23.) und Matheus Cunha (29.) entgegenzusetzen. Im zweiten Durchgang gelang Peter Pekarik zwar der Ausgleich (65.), doch zwei Minuten später war Kobylanski ein drittes Mal erfolgreich. Suleiman Abdullahi (73.) legte für Braunschweig nach, Lukebakio traf für Hertha erneut (83.).

Mainz kurz vor der Blamage

Vor 500 Zuschauern war zwar über weite Strecken die reifere Spielanlage des Bundesliga-Zehnten zu erkennen, doch was Zweikampfhärte und Einsatzwillen anging, waren die Norddeutschen klar im Vorteil. 

Nach dem Seitenwechsel nahmen die Herthaner die Zweikämpfe besser an, die Platzherren konnten kaum noch entlastende Angriffsaktionen starten. Dennoch trafen sie, wenn sie die Chance bekamen. Hertha hielt mit wachsender Verzweiflung dagegen.

Mainz drohte sich schon wieder zu blamieren. Der Bundesligist, der im Vorfeld von Corona-Problemen geplagt wurde, wachte aber rechtzeitig auf. Jean-Philippe Mateta (57., 79., 90.), Adam Szalai (77.) sowie Robin Quaison (86.) trafen für die Rheinhessen, die im Vorfeld der Partie zwei Testspiele wegen positiven Tests innerhalb der Mannschaft hatten absagen müssen. Gegen Havelse fehlten drei Profis wegen Corona-Infektionen.

Die FSV-Leistung lässt für den Liga-Auftakt bei RB Leipzig nichts Gutes erahnen. Noah Plume hatte die Niedersachsen in Führung gebracht (17.).

Das Erstrundenspiel von Schalke 04, für Sonntag gegen Schweinfurt 05 geplant, setzte der Deutsche Fußball-Bund am Freitagabend bis zur Klärung der juristischen Lage vorerst ab. Der Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München hatte per Einstweiliger Verfügung beim Landgericht München I seine Teilnahme an Stelle der Schweinfurter durchgesetzt.

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