Die Spieler von Borussia Dortmund können ihren Sieg bejubeln. Foto: Bongarts/Getty Images

Vizemeister Borussia Dortmund meistert die erste Hürde im DFB-Pokal. Auch der 1. FC Nürnberg hat es gegen Ingolstadt eine Runde weiter geschafft.

Düsseldorf/Ingolstadt - Trotz Startschwierigkeiten ist Borussia Dortmund souverän in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der BVB setzte sich beim Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen um den Ex-Dortmunder Kevin Großkreutz mit 2:0 (0:0) durch. Kapitän Marco Reus (49. Minute) und Paco Alcacer per direktem Freistoß (70.) trafen in der zweiten Halbzeit der nach Düsseldorf verlegten Partie, in der Mats Hummels sein bejubeltes Comeback in Schwarz-Gelb feierte. Das Team von Lucien Favre vergab allerdings zahlreiche Chancen gegen die tapfer verteidigenden Krefelder.

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2014er-Weltmeister Großkreutz, der 200 Tickets für Freunde und Familie organisiert hatte, war schon vor dem Anpfiff von den 32 110 Zuschauern gefeiert worden. Der 31-Jährige hatte in seiner Dortmunder Zeit einmal den Pokal sowie zweimal die Meisterschaft gewonnen und lässt keine Gelegenheit aus, seine Liebe zum BVB zu bekunden. „Ich werde mich zerreißen und möchte den BVB ein bisschen ärgern“, hatte er angekündigt.

Zu Beginn spielt vor allem der Vizemeister

Wie zu erwarten war, spielte zu Beginn aber vor allem der Vizemeister. Noch ohne Neuzugang Julian Brandt und Torwart Roman Bürki, dafür aber erstmals mit Thorgan Hazard und Hummels, der sein erstes BVB-Pflichtspiel seit dem Pokalfinale 2016 bestritt, diktierte der viermalige Pokalsieger über weite Strecken das Geschehen.

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Reus, Jadon Sancho und Alcacer, die in der Vorwoche den FC Bayern München im Supercup entzaubert hatten (2:0), sowie Hazard sollten mit viel Tempo für eine schnelle Entscheidung sorgten. Schon nach fünf Minuten hätte Lukasz Piszczek nach einer Hazard-Ecke die Führung erzielen können, doch Großkreutz wehrte den Kopfball des Polen vor der Torlinie ab.

KFC hält mit dichter Abwehr dagegen

Der KFC, der immerhin vier Spieler mit Bundesligaerfahrung aufbot, versuchte, mit einer dicht gestaffelten Abwehr, die meist aus zwei Viererketten bestand, dagegenzuhalten. Dazu lauerte der Pokalsieger von 1985, der bereits vier Drittligaspiele absolviert hat, immer wieder auf Konter. Roberto Rodriguez prüfte Bürki-Ersatz Marwin Hitz in der 7. Minute mit einem Distanzschuss.

Bei stärker werdendem Regen hielt der BVB, der am Freitag Shinji Kagawa (Real Saragossa) und Maximilian Philipp (Dynamo Moskau) abgegeben hatte, den Druck hoch. Uerdingens Torwart Lukas Königshofer reagierte glänzend gegen Alcacer (29.), die Vorlage war wieder von Hazard gekommen. In der Folge leistete sich Hummels einen schweren Fehler, den Osayamen Osawe aber nicht nutzen konnte (38.).

Keine zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff klärte der frühere Bremer und Düsseldorfer Assani Lukimya in höchster Not vor dem einschussbereiten Reus, ehe der Nationalspieler eine Flanke von Manuel Akanji zur Führung vollendete. Sancho vergab in der 58. Minute aus aussichtsreicher Position, ehe Alcacer sehenswert die Vorentscheidung erzielte.

Nürnberg trifft spät zum Sieg

Nikola Dovedan hat dem 1. FC Nürnberg mit einem späten Treffer einen harterkämpften Erstrundensieg im DFB-Pokal beim FC Ingolstadt beschert. Der Angreifer spitzelte am Freitagabend beim 1:0 (0:0) des Fußball-Zweitligisten in der 87. Minute eine scharfe Hereingabe von Sebastian Kerk aus kurzer Distanz ins Tor.

Vier Tage nach dem desaströsen 0:4 im Punktspiel gegen den Hamburger SV war der späte Auswärtssieg vor 14 348 Zuschauern der Lohn für eine dominante zweite Hälfte gegen den Tabellenführer der 3. Liga.

In einem offenen Pokalkampf stand Schiedsrichter Daniel Siebert in der ersten Spielhälfte mehrmals im Blickpunkt. Erst erkannte er ein Kopfballtor des Ingolstädters Thomas Keller wegen Foulspiels nicht an (2.). Dann haderte der „Club“ gleich zweimal, zunächst als Kerk im Zweikampf mit Keller am Strafraum zu Fall kam. Kein Notbremse hieß das Urteil des Schiedsrichters (6.), der auch ein Kopfballtor von Asger Sörensen nach präzisem Eckball von Sebastian Geis wegen einer aktiven Abseitsposition von Nikola Dovedan nicht anerkannte (22.).

Ingolstadt hält gut mit

FCN-Trainer Damir Canadi hatte sein Team gegenüber dem 0:4 gegen den HSV auf gleich sechs Positionen verändert. Neuzugang Geis war einer der Neuen in der Startelf. Der Ex-Schalker brachte mit seiner Ruhe am Ball Struktur ins Nürnberger Offensivspiel. Dazu schlug Geis einige gefährliche Standards. Ein Freistoß zischte am Tor vorbei (65.).

Der FC Ingolstadt hielt gut mit, kombinierte immer wieder gefällig. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß vergab der junge Angreifer Filip Bilbija die große Möglichkeit zum Führungstreffer (37.).

Der „Club“ dominierte weitgehend die zweite Hälfte. Es fehlte aber einmal mehr oft an der offensiven Qualität, gerade auch im Abschluss. war Fabijan Buntic im Ingolstädter Tor war zudem ein guter Rückhalt. Er parierte etliche Distanzschüsse. Machtlos war er erst gegen Dovedan, der mit seinem Siegtor eine Verlängerung verhinderte.

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