"Amazing win !! Rio we are coming...." - Grandioser Sieg. Rio wir kommen... . Dieses Kabinen-Selfie mit Mats Hummels (l.), Bastian Schweinsteiger (2.v.l.) und Miroslav Klose (r.) postete Lukas Podolski (2.v.r.) nach dem Rekordsieg gegen Brasilien auf Twitter. Foto: twitter / @Podolski10

Spott für Brasilien, Bewunderung für Deutschland: Im Internet überschlagen sich die Reaktionen auf das 7:1 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Brasilien. Und die Nationalspieler zeigen ihre Freude auf Twitter.

Spott für Brasilien, Bewunderung für Deutschland: Im Internet überschlagen sich die Reaktionen auf das 7:1 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Brasilien. Und die Nationalspieler zeigen ihre Freude auf Twitter.

Belo Horizonte/Stuttgart -

Fassungslos oder begeistert: Tausende Internetnutzer haben mit einem Feuerwerk von Lob und Witz auf Deutschlands unglaubliches 7:1 im WM-Halbfinale gegen Gastgeber Brasilien reagiert. Im Netz machten schon am Ende der ersten Halbzeit am Dienstag Bilder die Runde von Menschen, die allesamt entgeistert die Hand vors Gesicht schlugen und im Hintergrund einen Fernseher mit dem Spiel laufen hatten. Passend dazu verbreitete sich via Twitter auch eine Foto-Montage von der Christus-Statue in Rio de Janeiro in der gleichen entsetzten Pose. Ein anderes Ulk-Bild zeigte den verwaisten Platz von Cristo Redentor auf dem Berg Corcovado mit dem Schild „Bin in der Kneipe“. Frusttrinken vielleicht?

„Außerirdische Mächte manipulieren meinen Empfänger“, schrieb Schauspieler Armin Rohde bei Twitter und zeigte ein Foto seines Fernsehers mit dem Halbzeitergebnis 5:0. Der englische Sänger Russell Brand twitterte ein ungläubiges „Holy Fuck“ und Musikerkollege Wyclef Jean „Stunned“ (fassungslos). Das ZDF, das das Spiel live aus Belo Horizonte zeigte, gab den Twitternutzern Verständnishilfe: „Später eingeschaltet? Pech gehabt! Zahl oben in ihrem TV-Gerät eingeblendet stimmt wirklich!“

„Mamma mia! Unglaublich!“

Auch die Fußball-Welt zeigte sich tief beeindruckt von der Vorstellung der DFB-Auswahl in Belo Horizonte. „Was war das? Kaum zu glauben“, twitterte Franz Beckenbauer. „Mamma mia! Unglaublich!“, schrieb Fabio Cannavaro, Italiens Weltmeister-Kapitän von 2006. Der frühere niederländische Top-Fußballer Ruud Gullit meinte: „Oh mein Gott. Was für ein großartiger Fußball von Deutschland“. Sein Landsmann Edgar Davids urteilte überwältigt: „140 Zeichen sind nicht genug, um das Brasilien-Deutschland-Spiel zu erklären.“

Englands einstiger Superstürmer Gary Lineker, jetzt TV-Moderator bei der BBC, verriet mit einem Augenzwinkern: „Unser Statistik-Mann hat sich spontan selbst verbrannt“ und fügte hinzu: „Du weißt, dass Du Probleme hast, wenn Khedira gegen dich trifft.“

Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann, der beim „Sommermärchen“ 2006 mit seinem Team das Finale verpasst hatte, zeigte sich via Twitter völlig euphorisch: „Go Germany Go! Was für ein Spiel“. Ex-Nationalspieler Arne Friedrich wurde beim Twittern sogar von der Torflut überrascht. Gerade erst hatte er Miroslav Klose zu seinem Rekord-Tor gratuliert, da fielen schon die nächsten Treffer. „3:0? Komm nicht hinterher? 4:0? Der Titel kommt nach Hause!!! Wahnsinn!“, schrieb Friedrich.

„Go Germany Go! Was für ein Spiel“

Die Brasilianer mussten einigen Spott einstecken. „Wenn Brasilien den Platz verlassen würde, dann würden sie nur 0:3 verlieren“, meinte der frühere dänische Nationaltorwart Peter Schmeichel. Und der einstige englische Auswahlkicker Robbie Fowler höhnte über den gerade für eine Rekordsumme von London nach Paris gewechselten Verteidiger David Luiz: „PSG hat gerade bei Chelsea angerufen und gefragt, ob sie ihr Geld zurückbekommen könnten.“


So feiert Stuttgart die Halbfinal-Gala
 

Auf den Punkt brachte es kurz nach Spielende Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger: „Liebes @DFB_Team, ich verneige mich. Was für ein grandioser Fußballabend. Ihr habt Geschichte geschrieben. Herzlichen Glückwunsch“.

Und unsere Nationalspieler? Die twitterten nach der Gala ebenfalls fleißig. Die besten Fotos haben wir für Sie in unserer Bilderstrecke.

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