In den Monaten Juli bis September wurden im Schnitt 79 Bücher mehr pro Minute verkauft als im selben Zeitraum vor einem Jahr. Foto: dpa/Frank Rumpenhorst

Deutsche Buchhandlungen litten im März und April unter den Folgen der Pandemie. Wenige Monate später gingen hingegen überdurchschnittlich viele deutschsprachige Bücher über die Verkaufstresen.

Frankfurt - Im deutschsprachigen Buchmarkt sind in den vergangenen drei Monaten im Schnitt 794 Bücher pro Minute gekauft worden. Das hat eine Sonderauswertung des Marktforschungsunternehmens Media Control anlässlich der Frankfurter Buchmesse ergeben, wie das Buchhandel-Fachmagazin „Börsenblatt“ am Freitag berichtete. Dies entspreche einem „überdurchschnittlichen“ Buchkauf und einer Zunahme von 79 Büchern – oder elf Prozent – gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres 2019, als es durchschnittlich 715 Bücher pro Minute gewesen seien.

Schwere Einschnitte im März und April

In der Zeit vom 23. März bis 19. April, in der bis auf Berlin und Sachsen-Anhalt in allen Bundesländern die Buchhandlungen geschlossen hatten und Bücher meist nur über Online-Shops verkauft werden konnten, hatte die Buchbranche schwer gelitten. Laut Media Control gab es im März im Schnitt 404 Buchverkäufe pro Minute und im April 373, bevor die Zahlen im Mai auf 464, im Juni auf 534 und im Juli auf 684 Buchverkäufe pro Minute stiegen.

Der stärkste Monat im deutschsprachigen Buchmarkt in diesem Jahr war den Angaben zufolge bisher der August mit durchschnittlich 807 Buchverkäufen pro Minute.

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