Deutschland ist Weltmeister In Stuttgart kocht der Kessel

Von Eva Funke, Martin Haar 

Mit Video - Der Coup mit dem Cup ist gelungen – kurz vor Schluss. Und löst in der Stadt ein großes Wir-Gefühl aus. „Wir sind Weltmeister“, rufen die Fans auf der Theo und singen: „So ein Tag, so wunderschön . . .“

Stuttgart - Schiedsrichter Nicola Rizzoli löst mit einem Schlusspfiff eine Lawine aus. Der Pfiff setzt die Stadt in Bewegung. Es gibt kein Halten mehr. Die einen hüpfen, andere liegen sich in den Armen. Wer kann, steigt in ein Auto, dreht Ehrenrunden um den Cityring und zeigt Flagge. Stuttgart im Siegesrausch.

Die Kollegen von Stuggi.TV haben die Stimmung im Video eingefangen.

Thomas Laissle, Vorstandsvorsitzender des TV Oeffingen schreit: „So ein Wahnsinn. Bei uns ist der Teufel los. Wir haben gebangt, gehofft, und jetzt ist es geschafft.“ Leid tut vielen, dass der Oeffinger Sami Khedira gestern nicht dabei war. „Aber er hat eine Aktie daran, dass die Deutsche Elf ins Finale zog“, sagt Laissle. In der ersten Halbzeit kam bei den Oeffingern Skepsis auf, ob tatsächlich alles nach Plan läuft, aber nach der 113. Minute gab es keinen mehr Zweifel mehr.

„Das war irre und hoch verdient. So kontinuierlich gut hat kein Mannschaft im Verlauf der WM gespielt“, sagt ein Fan im Schlossgarten und verschwindet in der jubelnden Menge. Dort werden Fahnen geschwenkt, es wird getanzt. Dass es knapp werden könnte, war klar. „Trotzdem hatte ich keine Zweifel am Titelgewinn“, sagt eine junge Frau. Ihr Freund grinst. „Bislang hat sie sich kaum für Fußball interessiert und erst beim Finale Feuer gefangen.“ Kurz nach dem Spiel sind die ersten Fans bei ihren Autos. Im Korso geht es hupend durch die Innenstadt. Die Polizei meldet außer Verkehrsbehinderungen keine weiteren Vorkommnisse.

 

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