Kapitän Julian Draxler mit der bunten Kapitänsbinde. Foto: Bongarts

Im Länderspiel gegen Dänemark kam das DFB-Team nicht über ein Unentschieden hinaus. Für schöne Momente sorgte vielmehr eine Aktion für Offenheit und Vielfalt des dänischen Verbandes.

Kopenhagen - Das Test-Länderspiel zwischen Dänemark und Deutschland verfolgten im Brøndby-Stadion gerade einmal 15 488 Zuschauer. Ein eher mäßiges Fußballspiel, das allerdings dank einer besonderen Aktion an Bedeutung gewann.

Gemeinsam hatten der dänische Fußballverband und Amnesty Dänemark gegen Homophobie im Fußball aufgerufen. Neben den Eckfahnen wurden auch die Kapitänsbinden von Julian Draxler und Christian Eriksen symbolisch in den Regenbogenfarben gestaltet.

Die Aktion hatte direkt nach dem Spiel vor allem in den sozialen Medien viel Aufmerksamkeit gefunden. Die Regenbogenfahne ist ein Symbol der Schwulen- und Lesbenbewegung, aber sie steht ebenso für die internationale Friedensbewegung.

„Unsere Mannschaft steht für Toleranz“

„Selbstverständlich“ habe der DFB die Aktion mitgetragen, berichtete der Verband. „Unsere Mannschaft steht für Toleranz, Offenheit und Vielfalt, gegen jegliche Form von Diskriminierung und Gewalt“, erklärte Teammanager Oliver Bierhoff in Kopenhagen.

Auch Dänemarks Kapitän und Torschütze Christian Eriksen trug beim 1:1-Unentschieden eine Binde mit den Regenbogenfarben. Zusätzlich wurden auf den Rängen Anstecker mit der simplen Botschaft „Liebe ist ein Menschenrecht“ verteilt.

Für die Aktion gab es auf Twitter sowohl aus Deutschland als auch aus Dänemark viel Lob.

Manch ein User sieht in der Aktion ein gutes Statement zur Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland.

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