Ex-Bundestrainer Martin Heuberger verhandelt mit den Deutschen Handballbund (DHB) über eine Tätigkeit als Sportdirektor. „Es gab Gespräche mit dem DHB“, bestätigt Heuberger. Der Südbadener würde vor allem die Bereiche Nachwuchsförderung, -koordination und Lehrwesen verantworten, weniger die A-Nationalmannschaft.

Stuttgart - Nach der sportlich verpassten WM-Qualifikation im Juni hat der Deutsche Handballbund (DHB) den Vertrag mit Bundestrainer Martin Heuberger nicht verlängert. Jetzt deutet sich eine Rückkehr des Südbadeners als Sportdirektor an. „Es gab darüber Gespräche mit dem DHB“, bestätige Heuberger den Stuttgarter Nachrichten. Eine Entscheidung müsse bald fallen. „Ich werde sicher nicht ein Jahr zu Hause Däumchen drehen“, sagte Heuberger. Fest steht damit: Klären beide Seiten die letzten Details, wird der 50-Jährige nicht erst einsteigen, wenn der gut dotierte Vertrag von DHB-Sportmanager Heiner Brand im Juni 2015 ausläuft.

Das künftige Aufgabenfeld Heubergers würde vor allem die Bereiche Jugendförderung, -koordination und Lehrwesen betreffen. Weniger die A-Nationalmannschaft. In der Arbeit mit dem Nachwuchs liegen Heubergers größte Stärken. Als Trainer holte er mit den DHB-Junioren 2006 den EM- sowie 2009 und 2011 den und WM-Titel. „Aber natürlich würde ich mich eng mit dem neuen Bundestrainer abstimmen“, sagte Heuberger. Die Alternative zum Job als DHB-Sportdirektor wäre für den Diplom-Verwaltungsinspektor eine Rückkehr zum Landratsamt des Ortenaukreises, das ihn aber auch weiterhin freistellen würde. „Es gilt abzuwägen. Beides sind interessante Aufgaben“, sagt Heuberger. An diesem Samstag (17 Uhr/Sport 1) hat sein Nachfolger Dagur Sigurdsson seinen ersten Auftritt: Deutschland trifft in Göppingen auf die Schweiz.

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