Alexander Peterson kennt keine Gnade: Bierdusche für Trainer Nikolaj Jacobsen. Foto: dpa

Die Rhein-Neckar Löwen haben ihren deutschen Meistertitel im Handball verteidigt. Für unseren Redakteur Jürgen Frey ist dies hauptsächlich der klugen Strategie von Trainer Nikolaj Jacobsen zu verdanken.

Mannheim - Einen Titel zu gewinnen ist das eine. Ihn zu verteidigen und zu zeigen, dass das alles kein Zufall war, das andere. Diese Meisterleistung gelang den Rhein-Neckar Löwen schon am drittletzten Spieltag und verdient allerhöchsten Respekt. Der entscheidende Mann dabei ist der Trainer: Nikolaj Jacobsen schaffte es erneut, das Optimale aus den vorhandenen Möglichkeiten herauszuholen. Andere Spitzenteams hatten einen höheren Etat und einen breiteren Kader – Taktiktüftler Jacobsen kompensierte dies mit einer klugen Wechselstrategie und einer hervorragenden Trainingssteuerung. Der Däne gab seinen Spielern bei dem zu absolvierenden Mammutprogramm immer wieder die nötige Zeit zur Regeneration, kein anderes Team hatte so wenige verletzte Spieler zu beklagen.

Löwen haben ihre Nerven im Griff

Hinzu kommt der Mut, der die Löwen seit Beginn der Ära Jacobsen auszeichnet: Als es im entscheidenden Spiel in Flensburg im Angriff klemmte, brachte Jacobsen den siebten Feldspieler. Zitter-Löwen? Das war einmal. Sie gehen ihre Aufgaben mit Überzeugung und Vertrauen in die eigene Stärke an. Die verdiente Belohnung gab es schon am Mittwochabend.

juergen.frey@stzn.de

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