Türkische Abwerbungsversuche bei Junioren-Nationalkickern Ekici und Toprak sorgen für Unmut.

Düsseldorf - Ekici, Toprak, Can: Die Versuche des türkischen Verbandes deutsche Junioren-Nationalspieler abzuwerben haben beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) für Unmut gesorgt.

DFB-Sportdirektor Matthias Sammer beschwerte sich in der „Sport Bild“ über die aggressive Kontaktaufnahme der Türken bei Nachwuchsspielern des DFB. „Das ist legitim, aber da stellt sich die Frage nach der Moral. Und wenn das auch noch an Spieltagen passiert, auch nach der Seriosität“, sagte er.

"Wir kämpfen natürlich um diese Spieler"

Sammer betonte, dass der DFB Spieler mit ausländischen Wurzeln nicht unter Druck setzen werde, sich für Deutschland zu entscheiden. „Wir kämpfen natürlich um diese Spieler. Aber wir können nicht mit jedem Spieler, der einen Migrationshintergrund hat, jede Woche ein Gespräch führen. Wenn sich ein Spieler anders entscheidet, haben wir das zu akzeptieren“, sagte Sammer. Man wolle „die Jungen nicht im Kopf durcheinanderbringen“, sagte er.

Erst vergangene Woche hatte sich der Deutsch-Türke Mehmet Ekici (1. FC Nürnberg) für eine Karriere in der türkischen Nationalelf entschieden. Zuvor durchlief er alle Jugendmannschaften des DFB. Auch der Freiburger Abwehrspieler Ömer Toprak (21 Jahre) und der deutsche U 17-Kapitän Emre Can (16, FC Bayern München) werden vom türkischen Verband umworben.

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