Die Stuttgarter Volleyballerinnen treffen nach dem zweiten 3:0 im Halbfinale gegen den Dresdner SC in der Best-of-five-Serie im Endspiel auf den SSC Palmberg Schwerin.
Nach dem in nur 70 Minuten herausgespielten Auswärtssieg von Allianz MTV waren es die rund 60 mitgereisten Stuttgarter Fans, die am Samstag mit „Finale oho“ und anderen Gesängen die Geräuschkulisse in der Dresdner Margon-Arena bestimmten. Mit einer beeindruckenden Demonstration der eigenen Stärke hat sich der Titelverteidiger nach dem Drei-Satz-Sieg im ersten Spiel auch im zweiten Duell mit dem Dresdner SC deutlich mit 3:0 (25:18, 25:16, 25:16) durchgesetzt und steht damit zum neunten Mal in Folge in der Endspielserie um die deutsche Meisterschaft, die am Samstag (17.10 Uhr) mit dem ersten Spiel beim SSC Palmberg Schwerin beginnt. Der Hauptrunden-Klassenprimus gewann sein zweites Halbfinale beim SC Potsdam mit 3:1.
Chance auf das Triple
Nach dem Erfolg im Supercup im Herbst in Schwerin und dem Pokalsieg im März gegen den SC Potsdam hat Allianz MTV im ersten Jahr unter Trainer Konstantin Bitter erstmals die Chance auf das Triple. Die beiden Halbfinal-Auftritte sind geeignet, vorsichtigen Optimismus auszulösen. „Das war eine Meisterleistung von uns gegen einen Gegner mit extrem guter Annahme“, sagte Bitter. Sein Team setzte die Gastgeberinnen mit starken Aufschlägen unter Druck. „Wir wollten sie mit unserem Service stressen, das ist uns gelungen“, sagte er.
Es war Krystal Rivers, die im ersten Satz beim Stand von 12:9 für den Dresdner SC für die Wende sorgte: Mit acht starken Aufschlägen machte sie aus dem Drei-Punkte-Rückstand ein 17:12. Die Diagonalangreiferin präsentierte sich in Galaform: Sie war mit 21 Zählern nicht nur die punktbeste Spielerin, ihr unterlief bei 25 Angriffsversuchen auch nur ein einziger Fehler.
Zum Problem wurde für den Dresdner SC, dass nicht nur Rivers punktete, sondern die Gäste in allen Elementen des Spiels effektiv waren: Die Außenangreiferinnen Jolien Knollema (12) und Maria Segura Pallerés (11) sorgten für 23 Zähler, hinzu kamen zwölf direkte Blockpunkte – gegenüber zwei des DSC. Die Angriffseffektivität (60:32 Prozent) sprach klar für die Gäste, weil Zuspielerin Britt Bongaerts die Bälle variabel verteilte. Sie wurde zum neunten Mal in dieser Saison als wertvollste Spielerin ausgezeichnet. Beeindruckend war auch die mentale Stärke von Libera Roosa Koskelo, der man nicht anmerkte, dass sie in der Nacht vor dem Spiel große Magenprobleme gehabt hatte.
Dresden demoralisiert
Allianz MTV zeigte, dass die Niederlagen gegen den Dresdner SC in Haupt- und Zwischenrunde vor allem den kräftezehrenden Auftritten in der Champions League gegen Conegliano und Istanbul zuvor geschuldet waren. Sportdirektorin Kim Renkema traut dem Team in dieser Form das Triple zu: „Wenn wir so spielen wie in Dresden, muss uns erst mal einer schlagen.“ Nach dem ersten Finalspiel der Serie nach dem Modus „Best of five“ am Samstag in Schwerin folgt am 17. April (19 Uhr) die zweite Partie in Stuttgart. Das dritte Spiel steigt am 20. April (17.10 Uhr) dann wiederum in Schwerin.
Termine
Ansetzungen
Das erste Finalspiel findet am 13.04. (17.10 Uhr) in Schwerin statt, das zweite am 17.04. (19 Uhr) in Stuttgart, das dritte am 20.04. (17.10 Uhr) wiederum in Schwerin.
Folgespiele
Sollte danach noch kein Team drei Siege auf dem Konto haben, findet Spiel vier am 24.04. (20.20 Uhr) in Stuttgart statt; sollte auch dieses nicht den Ausschlag geben, folgt gegebenenfalls ein fünftes Spiel am 28.04. (17.10 Uhr) in Schwerin.