Rüdiger Grube (l), Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bahn, und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) stehen am Flughafen-Fernbahnhof in Frankfurt. Erstmals fährt ein Linien-ICE 3 auf der Strecke Frankfurt-Paris Foto: dpa

Die Deutsche Bahn baut ihren Hochgeschwindigkeits-Verkehr nach Frankreich aus. Gemeinsam mit der französischen Bahngesellschaft SNCF werde man zusätzliche Verbindungen anbieten.

Frankfurt - Das kündigte Vorstandschef Chef Rüdiger Grube am Donnerstag an. Insbesondere die im Frühjahr 2016 fertige ergänzende Hochgeschwindigkeits-Strecke bei Straßburg werde die Fahrzeiten zwischen Paris und München, Stuttgart und Frankfurt weiter verkürzen.

Bei der Präsentationsfahrt des neuesten Zugtyps ICE 3 sprach Grube von einer Erfolgsgeschichte des grenzüberschreitenden Verkehrs bei der Zusammenarbeit im Gemeinschaftsunternehmen Alleo, die am Donnerstag in Paris vertraglich bis zum Jahr 2020 verlängert werden sollte.

Seit Juni 2007 sind rund 12 Millionen Fahrgäste mit ICE oder TGV zwischen Deutschland und Frankreich unterwegs gewesen, von 2008 bis 2014 hat es ein Plus von 44 Prozent gegeben. Im ersten Halbjahr 2015 registrierte die Bahn ein weiteres Plus von vier Prozent auf rund 900 .000 Passagiere. „Diese Erfolgsgeschichte werden wir fortsetzen“, ist sich Grube sicher - mit dem ICE der Baureihe 407 und TGV der Euroduplex.

Beide Unternehmen werden das Angebot zwischen beiden Ländern jetzt ausweiten und die Fahrzeiten weiter verkürzen, noch deutlicher ab Frühjahr 2016, wenn ein weiterer Bauabschnitt der französischen Hochgeschwindigkeitsstrecke TGV Est Européen bei Straßburg in Betrieb geht. Von Frankfurt nach Paris wird ein ICE-Sprinter, wie es ihn bereits nach Berlin und München gibt, dann in knapp dreieinhalb Stunden unterwegs sein, 15 Minuten schneller als bislang.

Von Stuttgart aus dauert es dann sogar nur drei Stunden und zehn Minuten bis nach Paris – die Fahrzeit verkürzt sich um 30 Minuten. Und von München aus soll man dann per ICE oder TGV in fünf Stunden und 40 Minuten in der französischen Hauptstadt sein. Von Straßburg aus kann dann auch die Hochgeschwindigkeitsverbindung nach Marseille genutzt werden, das von Straßburg aus in gut fünfeinhalb Stunden erreicht wird. Künftig werden zwischen Frankfurt und Paris an Werktagen sechs statt bislang fünf Zugpaare verkehren, zwischen Stuttgart und Paris werden es fünf statt bislang vier sein.

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