Linksabbieger müssen sich vorsichtig in die Kreuzung hineintasten. Foto:  

Immer wieder fallen die Ampeln an der B 465 aus. Die Technik ist nach einem Vierteljahrhundert marode. Nun schaffen die Bahn und das Straßenbauamt Abhilfe.

Dettingen - Die Ampelkreuzungen in Dettingen sind Sorgenkinder. Immer wieder fallen die Lichtsignalanlagen an der Bundesstraße 465 wegen technischer Probleme aus. Im morgendlichen Berufsverkehr führt dies an der stark befahrenen Verbindung von Kirchheim ins Lenninger Tal zu teils kritischen Situationen. Von Autofahrern ist dann höchste Konzentration erforderlich.

Linksabbieger haben es beim Einfädeln schwer

Besondere Schwierigkeiten haben an der Rewe-Kreuzung die Linksabbieger. Wer aus der Ortschaft Dettingen kommend in Richtung Autobahn fahren will, hat große Mühe, sich in den dichten Verkehr einzufädeln. Zusätzlich erschwert wird die Lage durch die parallel zur Bundesstraße verlaufende Bahnlinie. Autofahrer, die sich in den Kreuzungsbereich vortasten, müssen aufpassen, dass die nicht plötzlich auf den Gleisen stecken bleiben. Auch wer aus Richtung Lenningen kommend links nach Dettingen abbiegen möchte, hat auf der vierspurigen Bundesstraße seine Probleme.

Im gemeinsamen Straßenbauamt der Landkreise Esslingen und Göppingen weiß man um die Misere längst. „Die technischen Probleme der mehr als 25 Jahre alten Anlage sind bekannt und nicht mehr zu beheben, eine Erneuerung steht an“, erklärt der Sprecher des Landkreises Esslingen, Peter Keck. Ende Februar habe es eine Besprechung mit Vertretern der deutschen Bahn gegeben. Beide Seiten hätten vereinbart, die Bahnübergangssteuerungsanlage bei der Rewe-Kreuzung zu erneuern und im September in Betrieb zu nehmen. Die ebenfalls schwächelnde zweite Steuerungsanlage an der Kreuzung der B 465 mit der Teckstraße soll dann in einem Jahr erneuert werden.

Zuständig für 400 Ampelanlagen in zwei Landkreisen

Er sei erleichtert über die Einigung mit der Bahn, erklärt der Straßenbauamtsleiter Thorsten König. Probleme wie jene in Dettingen gebe es in anderen Kommunen im Landkreis in diesem Ausmaß nicht. Die Bauarbeiten an den Kreuzungsbereichen werden sich jeweils über vier Wochen hinziehen. Für die Dauer der Arbeiten können Autofahrer die Gleise nicht passieren, Umleitungsstrecken werden eingerichtet. Erneuert wird auch die Ampelanlage an der Straße in Richtung Nabern. Für die drei Maßnahmen gibt das Straßenbauamt rund 160 000 Euro aus, wie hoch der Finanzierungsanteil der Bahn ist, konnte ein Unternehmenssprecher noch nicht sagen.

Die Straßenbaubehörde ist in beiden Landkreisen für insgesamt rund 400 Ampelanlagen an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen zuständig. Derzeit wird die Ampelanlage an der Lindenkreuzung in Filderstadt-Bernhausen auf die moderne, energiesparende und wartungsarme LED-Technik umgerüstet. Die Arbeiten sollen bis zum 2. April abgeschlossen sein.

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