Als „Mentalitätsgiganten“ bezeichnete Jürgen Klopp seine Mannschaft nach der Partie . Foto: AP

Eine magische Nacht hat dem FC Liverpool doch noch den Einzug ins Finale der Champions League beschert. Selbst Jürgen Klopp ist nach dem 4:0 gegen den FC Barcelona beeindruckt wie selten.

Stuttgart - Der Wahnsinn, das Wunder, die Wiederauferstehung – es gibt viele Bezeichnungen dieses Abends an der Anfield Road. Der FC Liverpool hat tatsächlich geschafft, was nicht für möglich gehalten worden war. Das Team von Trainer Jürgen Klopp drehte das Champions-League-Halbfinale im Rückspiel – trotz eines 0:3 aus dem Hinspiel und des Fehlens seiner besten Offensivkräfte Mo Salah und Roberto Firminho. 4:0 hieß es am Ende, Liverpool stand Kopf, und auch der Trainer war glückselig.

Als „Mentalitätsgiganten“ bezeichnete Klopp seine Mannschaft nach der Partie und konnte nur noch grinsen. Gemeinsam mit dem Team – einige Spieler hatten Tränen in den Augen – stand der Coach Arm in Arm vor der legendären Fantribüne „The Kop“. Alle zusammen intonierten den Kultsong „You’ll never walk alone“.

„Mit jedem anderen Team hätte ich nicht geglaubt, dass es möglich ist“, sagte Klopp, „es war eine außergewöhnliche Nacht. Das haut dich um. Es ist einfach unglaublich, diese Saison, diese Spiele, diese Verletzungen, die wir hatten. Was sie heute geleistet haben, war wirklich ganz besonders. Ich werde das niemals vergessen“, ergänzte der 51-Jährige, der zum dritten Mal in seiner Karriere im Endspiel der Königsklasse steht.

Divock Origi erzielte in der 79. Minute den entscheidenden vierten Treffer für Liverpool, das auf seinen zweiten Champions-League-Titel nach 2005 hoffen darf. Zuvor hatten der Ex-Wolfsburger Origi (7.) sowie Georginio Wijnaldum (54., 56.) per Doppelpack das Hinspiel-Ergebnis ausgeglichen.

Im Finale am 1. Juni im Estadio Metropolitano in Madrid trifft Liverpool entweder auf Ajax Amsterdam oder Tottenham Hotspur. Die Niederländer hatten das Hinspiel in London 1:0 gewonnen und sind damit im Rückspiel am Mittwoch in Amsterdam im Vorteil.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: