Jubel beim VfB Stuttgart: In den nächsten beiden Partien kann der Favorit den Aufstieg klarmachen. Foto: Baumann

Die Rechnung kann einfach sein: Gewinnt der VfB Stuttgart seine beiden letzten Spiele, ist er direkt aufgestiegen. Es gibt aber noch andere Konstellationen – und die ersten Entscheidungen stehen am Sonntag an.

Stuttgart - Endlich hat der VfB Stuttgart die Steilvorlage der Konkurrenz mal wieder für sich nutzen können. Am Mittwoch gewann der Fußball-Zweitligist 5:1 gegen den SV Sandhausen – und steht dank des Hamburger Patzers (1:1 gegen den VfL Osnabrück) nun wieder auf einem direkten Aufstiegsplatz. Zwei Spieltag stehen nun noch aus – die Zeit der Entscheidungen ist gekommen. Und schon am kommenden Sonntag können die ersten fallen.

Lesen Sie hier: Unsere Analyse zum 5:1 des VfB gegen den SV Sandhausen

Der Aufstieg von Arminia Bielefeld steht bereits fest, im Rennen um den zweiten direkten Aufstiegsplatz und den Relegationsrang ist ein Dreikampf im Gange. Vor dem vorletzten Spieltag ergeben sich nun verschiedene mögliche Konstellationen, die besonders vom Duell des 1. FC Heidenheim (derzeit Vierter mit 52 Punkten/+11 Toren) mit dem Hamburger SV (Dritter mit 54 Punkten/+21 Toren) beeinflusst werden. Der VfB steht mit 55 Punkten (+17 Tore) auf Rang zwei – und könnte mit einem Sieg am Sonntag beim 1. FC Nürnberg dem Aufstieg schon ein gutes Stück näher kommen.

Doch die Rechnung hat einige Variablen – wir wagen dennoch einen Überblick der möglichen Konstellationen.

Fall 1: Der VfB gewinnt in Nürnberg

Dann bleibt das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo auf jeder Fall Zweiter mit dann 58 Punkten. Gewinnt der HSV in Heidenheim, hätte der VfB den Relegationsrang drei bereits sicher. Die Heidenheimer hätten keine Chance mehr auf Platz zwei oder drei. Am letzten Spieltag würden der HSV (dann 57 Punkte) und der VfB um im Fernduell den direkten Aufstieg kämpfen.

Spielen der FCH und der HSV Unentschieden, hat der VfB ebenfalls die Relegation sicher. Am letzten Spieltag würde den Stuttgartern ein Remis gegen Darmstadt 98 am letzten Spieltag reichen, um sicher aufzusteigen.

Bei einem Sieg der Heidenheimer gegen den HSV hat der VfB Rang drei sicher – und auch der Aufstieg wäre so gut wie perfekt. Der FCH läge dann zwar nur drei Punkte hinter dem VfB, hat aktuell aber die um sechs Treffer schlechte Tordifferenz. Am letzten Spieltag könnte sich der VfB vermutlich sogar eine knappe Niederlage leisten. Die Heidenheimer treten im Saisonfinale in Bielefeld an.

Fall 2: Der VfB spielt in Nürnberg unentschieden

Damit wäre Platz zwei wieder in Gefahr – bei einem Sieg in Heidenheim würde der HSV am VfB vorbeiziehen. Lediglich die Relegation hätten die Stuttgarter dann bereits sicher. Die Hamburger könnten mit einem Sieg am letzten Spieltag (gegen den SV Sandhausen) den Aufstieg klarmachen.

Lesen Sie hier: Warum Nicolas Gonzalez die Lebensversicherung des VfB ist

Bei einem Remis am Sonntag auch in Heidenheim, bliebe der VfB Zweiter, die Relegation wäre (wegen der Tordifferenz) so gut wie sicher – rein theoretisch wäre ein Abrutschen auf Rang vier aber noch möglich.

Gewinnt der 1. FC Heidenheim gegen den HSV bleibt der VfB Zweiter und kann im Finale den Aufstieg mit einem Sieg klarmachen. Platz vier droht dann aber selbst bei einem Unentschieden gegen Darmstadt 98 noch.

Fall 3: Der VfB verliert in Nürnberg

Logischerweise folgen dieser Variante die ungünstigsten Konstellationen. Gewinnt der HSV in Heidenheim, verliert der VfB Platz zwei, immerhin die Relegation wäre – wieder wegen der Tordifferenz im Vergleich zum 1. FC Heidenheim – so gut wie sicher. Dem HSV würde im Saisonfinale ein Unentschieden für den direkten Aufstieg reichen.

Spielen die Heidenheimer und Hamburger unentschieden, verdrängt der dann punktgleiche HSV den VfB wegen der besseren Tordifferenz von Platz zwei. Auch die Heidenheimer hätten – mit zwei Punkten weniger – am letzten Spieltag noch Chancen auf den direkten Aufstieg.

Lesen Sie hier: Unsere Einzelkritik zum Sieg des VfB gegen den SV Sandhausen

Gewinnt der 1. FC Heidenheim gegen den Hamburger SV ergibt sich die spannendste Konstellation. Der VfB bliebe Zweiter, ginge aber punktgleich mit dem württembergischen Rivalen ins Saisonfinale. Der HSV läge nur einen Zähler hinter dem Duo vorläufig auf Rang vier.

Die einfachste aller Rechnungen aus Sicht der Stuttgarter: Der VfB gewinnt seine beiden restlichen Partien beim 1. FC Nürnberg und gegen Darmstadt 98 – dann gäbe es am direkten Aufstieg keine Zweifel mehr.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: