Ab zum Duschen: Schiedsrichter Aytekin schickt Erik Thommy mit Gelb-Rot vom Feld Foto:  

Drei Verletzte, ein Platzverweis: Der VfB Stuttgart erlebt in Mönchengladbach einen rabenschwarzen Abend. Der Muskelfaserriss von Benjamin Pavard schmerzt die Verantwortlichen besonders.

Mönchengladbach - Immerhin ein kleines Ausrufezeichen konnte auch der VfB Stuttgart noch setzen. Nach 75 Minuten verhalf Trainer Markus Weinzierl Leon Dajaku zu dessen Bundesligadebüt. Der 17-Jährige verköpert im Lager der Weiß-Roten die große Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Allerdings verkam die Einwechslung des A-Jugendlichen am Ende zur Randnotiz. Zu viel war schiefgelaufen für den VfB am Niederrhein. Und das nicht nur wegen der am Ende deutlichen 0:3-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach. Drei Verletzte und ein Platzverweis vergrößerten die Not. Oder wie Torhüter Ron-Robert Zieler anmerkte: „Hinten raus war es ein Abend zum Vergessen.“

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Am besten war dies festzumachen an der 84. Spielminute. Eine harmlose Hereingabe von Lars Stindl stocherte Benjamin Pavard vorbei an Torhüter Ron-Robert Zieler ins Netz. Schlimmer noch als das Eigentor zum finalen 0:3 war jedoch die Tatsache, dass der Weltmeister danach nicht mehr weiterspielen konnte. Er humpelte vom Platz, ehe die bittere Diagnose feststand: Muskelfasseriss. Für den Abwehrspieler ist das Fußballjahr 2018 gelaufen.

Wenigstens kehrt Ascacibar gegen Hertha BSC zurück

Bereits beim ersten Gegentor (69.) hatte der 22-Jährigen einen Schmerz im Oberschenkel verspürt. Die Empfehlung einer Auswechslung ignorierte Pavard jedoch, besessen vom Ehrgeiz, dem Spiel seiner Mannschaft noch eine Wendung geben zu können. Möglicherweise hat sich die Verletzung dadurch verschlimmert.

So wird Markus Weinzierl am Samstag (15.30 Uhr) gegen Hertha BSC seine Abwehr umbauen müssen. Und das nicht nur in der Zentrale. Denn auch Rechtsverteidiger Andreas Beck erlebte das Spielende im Borussia-Park nicht mehr auf dem Platz. Er verletzte sich am Knie – eine Kernspinuntersuchung soll am Montag Aufklärung liefern. „Für uns ist schon sehr viel zusammengekommen“, stöhnte Weinzierl.

Schließlich hieß es auch noch für Dennis Aogo: Und raus bist Du. Nach 26 Minuten konnte der Linksfuß wegen einer Wadenverletzung nicht mehr weitermachen. Aogos Probleme hatten sich bereits in der zurückliegenden Trainingswoche angedeutet. Eher skeptisch sind die Stuttgarter Verantwortlichen, was seine Einsatzchancen am Wochenende angehen.

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Und als ob dies nicht genug wäre, dezimierten sich die Gäste auch noch von selbst. Nach einem genauso harmlosen wie überflüssigen Foul wurde Erik Thommy mit Gelb-Rot vom Platz geschickt. Auch er wird dem VfB also am Samstag fehlen. Wenigstens kehrt dann Santiago Ascacibar nach seiner Gelbsperre zurück.

„Letztlich ist alles gegen uns gelaufen“, stellte Weinzierl fest. Und der Trainer schob mit Blick auf das wichtige Heimspiel gegen die Berliner hinterher: „Ich muss erstmal schauen, wer alles laufen kann.“

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