Zuletzt oft am Boden, nun in Köln: der bisherige VfB-Torjäger Simon Terodde Foto: Baumann

Der VfB Stuttgart muss in der Offensive besser werden – gibt aber erst einmal Simon Terodde an einen direkten Konkurrenten ab. Das erhöht den Druck auf Sportvorstand Michael Reschke. Der muss schnell einen überzeugenden Ersatz präsentieren, kommentiert Dirk Preiß.

Stuttgart - Am Dienstagabend spielte der VfB Stuttgart im DFB-Pokal gegen den FSV Mainz 05 – und dass er damit auch gegen Alexandru Maxim angetreten ist, sorgte schon Monate vorher für ordentlich Ärger. Schließlich sollte der Rumäne im Sommer eigentlich nicht an einen Bundesliga-Konkurrenten abgegeben werden. Ohnehin sollte er nur dann wechseln dürfen, wenn Ersatz in Aussicht ist. Wie gesagt: Einige Monate ist das her. Und nun wechselt Simon Terodde zum 1. FC Köln.

Gut, der Tabellenletzte steht elf Punkte hinter dem VfB – aufeinandertreffen werden die alles andere als sorgenfreien Clubs in der Rückrunde dennoch. Und die Offensivbilanz des Aufsteigers aus Stuttgart legt nicht gerade eine Verabschiedung des Zweitligatorschützuenkönigs der vergangenen zwei Jahre nahe. 13 erzielte Treffer sind verdammt wenig.

Die Offensive muss eigentlich gestärkt werden

Sicher, Simon Terodde hat den Nachweis bisher nicht erbringen können, dass er in Liga eins ebenso funktioniert wie eine Klasse tiefer. Ein bisschen zu schnell schien das Spiel bisweilen, ein bisschen zu gut wirkten die Gegenspieler. Seinen Wert als verlässliche Größe samt körperlicher Robustheit hatte der Hüne dennoch im fragilen Offensivgerüst des VfB. Josip Brekalo und Takuma Asano sind nach wie vor viel zu schwankend in ihren Leistungen, auf Daniel Ginczeks Gesundheit ist kein Verlass, auch Chadrac Akolo und Anastasios Donis waren immer wieder angeschlagen und gewöhnen sich erst langsam an den intensiven Bundesliga-Rhythmus. Zur Winterpause, in die der VfB mit gerade einmal 17 Punkten und nur knapp vor den Abstiegsrängen rangierend geht, ist die Aufgabe klar: Das Team muss besser werden, gerade in der Abteilung Sturm und Drang.

Wer in dieser Gemengelage einen Stürmer wie Terodde abgibt, geht trotz der eingestrichenen Ablösesumme in Höhe von wohl rund vier Millionen Euro ein hohes Risiko. Es sei denn, er hat einen Neuzugang mit eingebauter Torgarantie in der Hinterhand. Einen solchen – besser gleich zwei – muss VfB-Sportvorstand Michael Reschke nun schnell präsentieren.

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