Sommerferienprogramm Die ganze Woche über treffen sich 150 Kinder bei der Ferienfreizeit des TGV. Von Tanja Capuana

Sommerferienprogramm Die ganze Woche über treffen sich 150 Kinder bei der Ferienfreizeit des TGV. Von Tanja Capuana

Wilde Tiere und mutige Akrobaten haben den Beilsteiner Sportplatz in Windeseile erobert: Unter dem Motto "1, 2, 3, Manege frei" findet seit Montag die Ferienfreizeit des TGV Beilstein statt. Im Cirque du Soleil, dem Zirkus der Sonne, stellen sich sämtliche Abteilungen des Vereins vor. Dabei bieten sie Aktionen rund um Sport und Spiel an. "Die Kinder haben Gelegenheit, die Sportarten kennenzulernen", sagt die Freizeitleiterin Kerstin Strohl. Das Essen nehmen sie in der Stadthalle ein.

Auf dem Programm stehen unter anderem der Besuch im Mineralbad Oberes Bottwartal in Oberstenfeld, eine Übernachtung im Schützenhaus, Basteln, T-Shirts gestalten sowie Luftgewehr- und Bogenschießen. Die 150 Kinder sind, je nach Alter, in Gruppen aufgeteilt. Zum ersten Mal gebe es eine Gruppe für Jugendliche zwischen 14 und 15 Jahren, erzählt Strohl. "Sie haben mehr Freiheiten und Eigenverantwortung." Deshalb dürfen die Älteren auch externe Ausflüge wie zum Beispiel zum Kanufahren unternehmen.

Gestern Nachmittag ist bei den Mittleren nach dem Freibadbesuch das Klettern ein Höhepunkt. Die Kinder erklimmen zuerst einen Baum und werden dann per Seilbahn wieder zurück auf die Wiese transportiert. Martin Weller, Inhaber der Beilsteiner Firma Team Weller, wartet oben auf die Kleinen. "Für die Kiddies ist es etwas Besonderes. Und es passt gut zu uns, da wir viel mit Baumpflege machen."

Marie Karle ist als eine der ersten an der Reihe. Zuerst sorgt die studentische Aushilfe Lars Salles dafür, dass das Mädchen gut abgesichert sich den Stamm entlang nach oben ziehen kann. "Das Hochklettern ist schon ein bisschen schwer", gesteht Marie. "Das Aufstiegsystem funktioniert durch eine Umlenkrolle", erklärt Weller. Sicher sei es auch: "Das Seil kann bis zu dreieinhalb Tonnen tragen." Maya Habermeier scheint ein Naturtalent: Mühelos zieht sich die zierliche Zehnjährige nach oben und erreicht rasch die Baumkrone. "Ich war schon mal in der Kletterarena", verrät sie und lacht. Auch Jasmin Schöning hat schon ein wenig Erfahrung durch das Klettern im Croco Island.

Die 23 Betreuer kümmern sich fünf Tage lang um die Mädchen und Jungen. Viele waren selbst einst Teilnehmer der Freizeit. So auch die 18-jährige Felicia Herr, die zum dritten Mal dabei ist. "Als Betreuerin ist es ganz anders. Aber es ist auf eine andere Art toll." In diesem Jahr hat sie mit drei anderen Jugendlichen 21 Kinder zwischen sechs und sieben Jahren in ihrer Obhut. Bea Bolz hat den Sprung vom Ferienteilnehmer zur Betreuerin vor drei Jahren geschafft.

Wie im vergangenen Jahr sind wieder 15 Jugendliche aus der französischen Partnerstadt Pontault Combault mit von der Partie. "Manche kennen sich noch vom ersten Mal", sagt Thierry Musquet, der die Gruppe gemeinsam mit Myriam Bideau und Cedric Martin betreut. Die Franzosen übernachten in Herzog-Christoph-Gymnasium. "Das ist wie ein Camping Deluxe", schwärmt Bideau.

Das Abschlussfest findet am Freitag, 5. August, zwischen 18 und 20 Uhr auf dem Sportplatz statt.

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